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	<title>René-Gräber-Blog</title>
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	<description>Der persönliche Blog von René Gräber</description>
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		<title>Wird Krebs durch Maßlosigkeit des modernen Lebens ausgelöst?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Industrieländern rangiert Krebs auf dem zweiten Platz der häufigsten Todesursachen. Doch das war nicht immer so. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus England und den USA, als sie ägyptische Mumien untersuchten. Außerdem durchforsteten Michael Zimmerman und Rosalie David die medizinische Literatur der vergangenen Jahrtausende auf der Suche nach Beschreibungen von Tumoren oder Wucherungen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Industrieländern rangiert Krebs auf dem zweiten Platz der häufigsten Todesursachen. Doch das war nicht immer so.</p>
<p>Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus England und den USA, als sie ägyptische Mumien untersuchten. Außerdem durchforsteten Michael Zimmerman und Rosalie David die medizinische Literatur der vergangenen Jahrtausende auf der Suche nach Beschreibungen von Tumoren oder Wucherungen. Auch hierbei stießen sie auf vergleichsweise wenig Berichte über Krebs, obwohl die alten Griechen dies bereits als eigenständige Krankheit beschrieben und sogar zwischen gut- und bösartigen Tumoren zu unterscheiden wussten.</p>
<p><span id="more-601"></span></p>
<p>In ihrem Fachartikel “Cancer: an old disease, a new disease or something in between?” (auf Deutsch: Krebs: Eine alte Krankheit, eine neue Krankheit oder irgendetwas dazwischen) stellen die Forscher ihre umfassenden Ergebnisse vor (David A. R. &amp; Zimmerman M. R.: Cancer: an old disease, a new disease or something in between?; Nature Reviews Cancer 10; 2010; S. 728-733).</p>
<p>So untersuchten die Wissenschaftler winzige Gewebeschichten hunderter ägyptischer Mumien unter dem Mikroskop. Dabei konnten sie lediglich in einem Fall einen Tumor nachweisen, obwohl sich Krebsgewebe durch Einbalsamierung nachweislich sogar besser konservieren lässt als gesundes Zellmaterial. Natürlich könnte das geringe Vorhandensein von Tumoren einfach die Folge davon sein, dass die Menschen im alten Ägypten gar nicht alt genug wurden, um an Krebs zu erkranken. Doch da die Mumien auch andere Alterserscheinungen – etwa Arteriosklerose – aufweisen, scheint dies nicht die Erklärung für das seltene Auftreten von Krebs zu sein. Antike ägyptische Texte liefern nur sehr vage Hinweise auf Krebserkrankungen in der Bevölkerung. Teilweise ist es schwierig zu deuten, ob es sich bei den beschriebenen Krankheitszeichen wirklich um Krebs-ähnliche Erkrankungen oder beispielsweise um Lepra oder sogar nur um Krampfadern handelt.</p>
<p>Ebenso wie bei den Mumien, findet man in tierischen Fossilien, laut der Studie, äußerst selten Krebsgeschwüre. In der gesamten wissenschaftlichen Literatur sind bisher nur einige Dutzend beschrieben, wobei in vielen Fällen umstritten ist, ob es sich wirklich um Tumoren handelt. Selbst die Untersuchung Tausender Neandertalerknochen ergab gerade einmal ein einziges Exemplar mit einer möglichen Krebserkrankung.</p>
<p>Bisher war unklar, ob die seltene Beschreibung von Krebs in historischer Literatur auf ein geringes Vorhandensein oder auf mangelndes medizinisches Wissen zurückzuführen ist. „Das Besondere an unserer Studie ist, dass sie einen umfassenden historischen Überblick über diese Krankheit bietet“, nimmt Rosalie David Bezug auf die zusammenfassenden Forschungsergebnisse aus antiken Schriften, Fossilienfunden und mikroskopischen Untersuchungen der einbalsamierten Leichen. All diese Daten zusammengenommen zeigen deutlich: Krebs war in der Vergangenheit extrem selten!</p>
<p><strong>Krebs als Erkrankung der Moderne?</strong></p>
<p>Rosalie David kann sich die Ergebnisse nur folgendermaßen erklären: „In der natürlichen Umwelt gibt es nichts, dass Krebs auslöst.“ Die Professorin aus Manchester geht daher davon aus, dass Krebs eine von den Menschen verursachte Krankheit ist, die erst durch Umweltverschmutzung, unsere heutige Ernährungsweise und die modernen Lebensgewohnheiten hervorgerufen wird.</p>
<p>Doch nicht erst seit Veröffentlichung der Studie weisen Wissenschaftler vermehrt darauf hin, dass eine gesunde Lebensführung, viel Bewegung und das Einhalten des Normalgewichtes vor Krebs schützen können. Dr. Rachel Thompson vom World Cancer Research Fund (WCRF) ist von den Ergebnissen der Studie fasziniert. „Womöglich hat die Lebensführung unserer Vorfahren bei ihnen das Risiko, an Krebs zu erkranken, reduziert“, so die Wissenschaftliche Programm-Managerin des global agierenden Netzwerks.</p>
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		<title>Vater des kleinen Maulwurfs ist gestorben</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/vater-des-kleinen-maulwurfs-ist-gestorben/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 18:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kleine Maulwurf lebt weiter, aber sein &#8220;Vater&#8221; Zdenek Miller ist am Mittwoch im Alter von 90 Jahren gestorben. In der Sendung mit der Maus erorberte der kleine Maulwurf unsere Kinderherzen: mit Neugier und mit Mut. Multikulturell war er auch schon immer: seine staunenden &#8220;Ohhhhhhhhh!&#8221; und &#8220;Joiiiiiii!&#8221; machten einen Export in alle Welt leicht möglich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der kleine Maulwurf lebt weiter, aber sein &#8220;Vater&#8221; Zdenek Miller ist am Mittwoch im Alter von 90 Jahren gestorben.</p>
<p>In der Sendung mit der Maus erorberte der kleine Maulwurf unsere Kinderherzen: mit Neugier und mit Mut.</p>
<p>Multikulturell war er auch schon immer: seine staunenden &#8220;Ohhhhhhhhh!&#8221; und &#8220;Joiiiiiii!&#8221; machten einen Export in alle Welt leicht möglich.</p>
<p>Hier eine meiner Lieblingsfolgen:</p>
<p><object style="height: 288px; width: 512px"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6su7VlYshOA?version=3&#038;feature=player_detailpage"><param name="allowFullScreen" value="true"><param name="allowScriptAccess" value="always"><embed src="http://www.youtube.com/v/6su7VlYshOA?version=3&#038;feature=player_detailpage" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="512" height="288"></object></p>
<p>Danke Zdenek Miller für dieses Geschenk.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frenegraeber.de%2Fblog%2Fvater-des-kleinen-maulwurfs-ist-gestorben%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Elternliebe ist unbezahlbar!</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/elternliebe-ist-unbezahlbar/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 10:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Lachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Eimer Weißlack &#8211; 6400 Euro Schaden? Elternliebe muss unbezahlbar sein. Was das miteinander zu tun hat? Seht selbst )]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Eimer Weißlack &#8211; 6400 Euro Schaden?</p>
<p>Elternliebe muss unbezahlbar sein.</p>
<p>Was das miteinander zu tun hat? Seht selbst <img src='http://renegraeber.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p><object style="height: 316px; width: 519px"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-HvyZAr2dYM?version=3&#038;feature=player_detailpage"><param name="allowFullScreen" value="true"><param name="allowScriptAccess" value="always"><embed src="http://www.youtube.com/v/-HvyZAr2dYM?version=3&#038;feature=player_detailpage" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="519" height="316"></object></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frenegraeber.de%2Fblog%2Felternliebe-ist-unbezahlbar%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>US Zensur für das Internet?</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/us-zensur-fur-das-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 15:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass das Internet immer mehr Raum für freie Informationen, Videofilme und Nachrichten bietet, ist bekannt. Mehr Menschen als jemals zuvor haben die Möglichkeit, frei an Wissen teilhaben zu können und sich miteinander auszutauschen. Das Internet bietet auch Bürgern totalitärer Staaten die Chance, sich über Politik zu informieren oder selbst die Verbrechen der eigenen Regierung anzuprangern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass das Internet immer mehr Raum für freie Informationen, Videofilme und Nachrichten bietet, ist bekannt. Mehr Menschen als jemals zuvor haben die Möglichkeit, frei an Wissen teilhaben zu können und sich miteinander auszutauschen. Das Internet bietet auch Bürgern totalitärer Staaten die Chance, sich über Politik zu informieren oder selbst die Verbrechen der eigenen Regierung anzuprangern. Selbst in den ach so aufgeklärten Staaten der westlichen Welt läuft einiges schief und viele Verbrechen und Fehltaten wurde nur mit Hilfe des Internets ans Licht gebracht.</p>
<p>Doch das Internet hat auch seine Schattenseiten. Das Urheberrecht wird ausgehebelt, wenn man sich jedes Musikalbum und jeden Kinofilm schon zum Verkaufsstart illegal herunterladen kann &#8211; was natürlich gegen geltendes Recht verstößt (das Internet ist nämlich mitnichten ein &#8220;rechtsfreier Raum&#8221;). Außerdem könnten sich totalitäre politische Gruppen auf diese Weise unbemerkt organisieren. Vielen Firmen und Staaten ist dies ein Dorn im Auge. Die Gegenmaßnahme ist eine Verschärfung der Kontrolle und Überwachung des Internets.</p>
<p><span id="more-618"></span></p>
<p>Nun debattiert der US Kongress darüber, ob (zum Schutz des Bürgers) ein Gesetz erlassen werden soll, dass der amerikanischen Regierung gestattet Webseiten weltweit sperren zu können. Die US Regierung spricht dabei hauptsächlich von einem &#8220;Diebstahl amerikanischen Eigentums&#8221;, der auf diesem Weg gesetzlich verhindert werden soll.</p>
<p>Internetfirmen und Bürgerrechtsorganisationen sehen darin allerdings etwas ganz anderes: die Gefahr der Zensur und den Verlust der Meinungsfreiheit. Gerade Plattformen wie Youtube, Wikileaks oder Avaaz wären damit in der engeren Auswahl, auf einer schwarzen Liste zu landen und müssten sich mit einer verstärkten Überwachung auseinandersetzen. Das freie Internet würde zur Farce werden.</p>
<p>Sollte der Gesetzentwurf durchgesetzt werden, bedeutet das für die Praxis, dass die US-Justiz jederzeit ohne Angabe von Gründen gegen ausländische Webseiten vorgehen kann, die z. B. urheberrechtlich geschütztes Material illegal verbreiten. Hier freut sich in erster Linie die amerikanische Unterhaltungsindustrie, die gerade durch das Internet mit hohen Umsatzverlusten kämpfen muss. Auch Suchmaschinen müssten Einträge löschen, sobald sie Verdacht erregen, und Provider den Zugang der in Frage kommenden Plattformen sperren. Weiterhin würde so ein Gesetz darauf hinausführen, dass Seiten blockiert und gesperrt werden können, die Urheberrechtsverstöße lediglich ermöglichen &#8211; jedenfalls nach meinem Kenntnisstand.</p>
<p>AVAAZ hat <a href="http://www.avaaz.org/de/save_the_internet/?cl=1393766623&amp;v=11164" target="_blank">unter diesem Link</a> eine Petition an die Abgeordneten des US-Kongresses formuliert für die Freiheit des Internets einzutreten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nichtrauchen leicht gemacht &#8211; mit dem Smoke Eater</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/nichtrauchen-leicht-gemacht-smoke-eater/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 11:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[SmokeEater]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer raucht, gefährdet seine Gesundheit und schröpft seinen Geldbeutel. Doch mit dem Rauchen aufzuhören ist leichter gesagt als getan. Daher gibt es immer mehr Aussteiger-Programme, die versuchen, die angehenden Nichtraucher auf eine witzige Weise &#8220;zu packen&#8221;. In dem nachfolgenden Video geht es um einen Automaten, den &#8220;Smoke Eater&#8221;. Er tauscht nicht gerauchte Zigaretten gegen kleine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer raucht, gefährdet seine Gesundheit und schröpft seinen Geldbeutel. Doch mit dem Rauchen aufzuhören ist leichter gesagt als getan. Daher gibt es immer mehr Aussteiger-Programme, die versuchen, die angehenden Nichtraucher auf eine witzige Weise &#8220;zu packen&#8221;. In dem nachfolgenden Video geht es um einen Automaten, den &#8220;Smoke Eater&#8221;. Er tauscht nicht gerauchte Zigaretten gegen kleine Geschenke ein. Natürlich ist das nicht nachhaltig, aber auf jeden Fall lustig. Viel Spaß!</p>
<p><object width="519" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qlEpcUoY31c?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="519" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/qlEpcUoY31c?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
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		<title>Kontrolle wissenschaftlicher Arbeiten durch das Internet</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/kontrolle-wissenschaft-internet/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 12:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Meiner Meinung nach ist das Internet wirklich eine tolle Sache: Jeder hat die Chance, an Wissen teilzuhaben und sich auf diese Weise weiterzubilden. Außerdem ist es jedem möglich, all das zu schreiben, was er denkt. Dabei sind die Informationen vielfältig: Zu jedem Thema gibt es schmeichlerische und kritische Meinungen, so dass der Leser sich selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meiner Meinung nach ist das Internet wirklich eine tolle Sache: Jeder hat die Chance, an Wissen teilzuhaben und sich auf diese Weise weiterzubilden. Außerdem ist es jedem möglich, all das zu schreiben, was er denkt. Dabei sind die Informationen vielfältig: Zu jedem Thema gibt es schmeichlerische und kritische Meinungen, so dass der Leser sich selbst eine Haltung zu diesem Thema bilden kann, ohne etwas aus nur einer einzigen Quelle glauben zu müssen. Außerdem hat man die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, was man da gerade gelesen hat &#8211; entweder direkt unter diesen Informationen (wie bei mir hier unten im Kommentarfeld) oder sogar in einem mit drei Klicks erstellten eigenen Internettagebuch, genannt Weblog (Blog).</p>
<p>Wenn man Leute nach der Bedeutung des Internets für die Wissenschaft befragt, dann sind es eigenartigerweise gerade die Elfenbeinturmbewohner, auch &#8220;Wissenschaftler&#8221; genannt, die mit dem Internet, außer E-Mails verschicken, nichts anfangen können.</p>
<p><span id="more-596"></span></p>
<p>Und wenn es um die Wissenschaft geht, dann ist für sie das Internet mal gleich ganz außen vor. Denn Wissenschaft wird überhaupt nicht im Internet betrieben und schon gar nicht die Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse. Wo kämen wir denn da hin! Dafür sind die altehrwürdigen Fachzeitschriften wie „Science“, „Heredity“, „Lancet“ usw. da. Denn in den Beurteilungsgremien dieser Fachzeitschriften, also wer da veröffentlichen darf und wie wichtig diese Ergebnisse sind, sitzen Ebenbürtige, andere Wissenschaftler &#8211; was ja im Internet gar nicht der Fall sein kann. Diese anderen Wissenschaftler aber sind leider nicht nur ebenbürtig, sondern zumeist auch parteiisch. Na klar, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, und: &#8220;wenn ich Deins veröffentliche, veröffentlichst Du meins&#8221;. Nur so ist es zu erklären, dass „im Moment ein Haufen Mist publiziert wird“, so warnen einige Wissenschaftler.</p>
<p>Grund für den &#8220;Mist&#8221; ist der Aberglaube der Wissenschaft, in ihrem sogenannten &#8220;Elfenbeinturm&#8221; (also weit weg von allem, was irgendwie mit dem normalen Leben zu tun hat) alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhackstücken zu können. Wo vielleicht früher noch idealistische Wissenschaftler vor lauter wissenschaftlichem Idealismus sogar ihren eigenen Namen manchmal vergaßen, vergessen die heutigen Wissenschaftler vor lauter Karrieregier und Profitstreben gerne mal: die Wissenschaft. Dementsprechend sehen dann auch die Veröffentlichungen aus.</p>
<p>Solche Praktiken sind ja leider längst bekannt aus der medizinischen Forschung: Hier schmeißen Pharmafirmen teures Geld in Forschungsprojekte rein, nur um sicherzustellen, dass die ihnen genehmen Ergebnisse auch am Ende wie gewünscht auf dem Labortisch liegen &#8211; und nichts anderes. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dass sich die nicht-medizinische Naturwissenschaft korrumpieren ließ.</p>
<p>Damit ist auch klar, warum man dem Internet keine große wissenschaftliche Bedeutung beimessen will. Man weiß, dass hier etwas geschieht, was innerhalb der Wissenschaftsszene so nicht abläuft: Man wird beobachtet; da gibt es Leute, die den Wissenschaftlern auf die Finger schauen und das Ganze auch noch an die große Glocke hängen, wenn die Resultate keiner wissenschaftlichen Prüfung standhalten. Die Möglichkeiten für Mauscheleien sind hier deutlich geringer, weil sich jeder an den Diskussionen beteiligen kann.</p>
<p>Ein Versuch einer Beteiligung an der Diskussion einer Veröffentlichung in einem der Fachjournale dagegen wird höchstens als schlechter Witz aufgenommen. Oder sind etwa schon einmal kritische Kommentare und Verrisse in einem der Fachjournale im Anschluss einer Veröffentlichung veröffentlicht worden? In der Regel wird die Eingabe einfach ignoriert (Papierwolf, geheime Ablage, Klopapier&#8230; ich weiß nicht was die daraus machen).</p>
<p>Heute sieht es allerdings so aus, dass speziell in Blogs, aber auch auf thematischen Webseiten mit interaktivem Design, Dinge diskutiert werden, die sonst nur in Fachzeitschriften zur Sprache kamen. Diese Diskussionen setzen sich dabei deutlich kritischer mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung auseinander. Und den konservativen Wissenschaftlern bleibt oft nichts anderes übrig, als auf die Ehrwürde der oben genannten traditionsreichen Journale zu verweisen und sich dahinter zu verstecken. Denn eine Auseinandersetzung im Internet, in den Blogs etc. erscheint ihnen unter ihrer „Würde“.</p>
<p>Aber so toll ist das mit diesen „altehrwürdigen“ Fachzeitschriften ja nun auch nicht mehr. Inzwischen ist das Dilemma hinlänglich bekannt, dass eine Reihe von finanzkräftigen Wirtschaftsunternehmen hier ihre Finger mit im Spiel haben und einen erheblichen Anteil dieser Zeitschriften finanziell irgendwie, irgendwo unterstützen. Dies schafft Verpflichtungen, will man es sich nicht mit den großzügigen Spendern verderben. Denn kaum eine dieser „ehrwürdigen“ Fachzeitschriften ist in der Lage, sich ausschließlich über die Abonnements zu finanzieren. Und wenn da ein großzügiger Mäzen mal eine an sich skurrile Entdeckung veröffentlicht haben will, sei es nur, dass sein Impfstoff auch ausgezeichnet gegen abstehende Ohren wirkt, dann werden alle Ehre und Würde von der ehrwürdigen Zeitschrift über Bord geworfen.</p>
<p><strong>Gemeinsam gegen falsche Erkenntnisse &#8211; mit Erfolg</strong></p>
<p>Im Netz allerdings gibt es inzwischen Seiten, die es sich sogar gerade zur Aufgabe gemacht haben, solche Praktiken zu entlarven und ihnen den Schleier der Ehrwürdigkeit und Glaubwürdigkeit zu entreißen (Retraction Watch). Hier ist der Diskussionsprozess für jeden zugänglich und einsehbar &#8211; ein Unding für Fachzeitschriften! Wie groß inzwischen die Bedeutung der Wissenschaftsdiskussion in Internetforen ist, wie z.B. <a href="http://retractionwatch.wordpress.com/" target="_blank">Retraction Watch</a>, zeigt sich in Aktionen, die Autoren zweifelhafter Veröffentlichungen zum Rückzug gezwungen haben. Eine Nobelpreisträgerin (Linda Buck) musste zwei „hochrangige“ Veröffentlichungen zurückziehen. Es hatte sich herausgestellt, dass einer ihrer Mitarbeiter gepfuscht hatte. Aber dies ist beileibe kein Einzelfall. Ein Genexperte und ein deutscher Anästhesie-Professor fielen der Kontrolle der Blogger zum Opfer und mussten ebenfalls letztendlich klein beigeben.</p>
<p>Es ist zu überdenken, ob die traditionelle Form der Print-Publikation im Internetzeitalter nicht schon längst überholt ist. Denn es ist schon merkwürdig, dass trotz des Anspruchs auf eine hochwissenschaftliche Auslese der eingereichten Arbeiten zur Veröffentlichung immer wieder, immer mehr schlechtes Material zur Veröffentlichung kommt. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Veröffentlichungen vervierfacht, die der zurückgezogenen Arbeiten aber ver-550-facht. Dies zeigt, mit welchem Zündstoff in dieser Branche gearbeitet wird. Publikationen auf Teufel komm raus, egal, ob es etwas zu publizieren gibt oder nicht. Denn wer nicht publiziert, ist außen vor. Wer außen vor ist, der ist für die großen Brötchenverteiler, wie die Pharmaindustrie, nicht sonderlich interessant. Genau hier sind die Internet-Blogs von hohem Wert, legen sie doch den Finger in diese Wunde der unwissenschaftlichen Vorgehensweise.</p>
<p>Natürlich wird man von der konservativen Wissenschaftsseite aus zu hören bekommen, dass das alte System durchaus selbstkontrollierend ist. In einem gewissen Sinn kann man dies sogar bestätigen. Aber die Selbstkontrolle erfolgt erst, nachdem die Arbeiten veröffentlicht worden sind, die veröffentlicht werden mussten. Das kann dann schon mal 12 Jahre dauern, bevor man eine „Expression of concern“ abfeuert. Selbst danach kann es wieder dauern, bevor eine entscheidende Korrektur vorgenommen wird, wenn sie vorgenommen wird.</p>
<p>Das kann natürlich für Betroffene im Gesundheitswesen von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Eine dumme Veröffentlichung zu einem Präparat, das in den Markt geboxt werden muss, wie z.B. <a href="http://naturheilt.com/blog/vioxx-skandal-merck/" target="_blank">Vioxx</a> oder <a href="http://www.yamedo.de/blog/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011/" target="_blank">Avandia</a>, und schon werden für die nächsten 10 Jahre Millionen Patienten einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, nur weil die altehrwürdige Wissenschaft in altehrwürdigen Journalen zu überzeugenden Ergebnissen gekommen ist, die mit der Realität nichts zu tun haben. Der britische Arzt Andrew Wakefield sah vor etlichen Jahren einen Zusammenhang zwischen Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln mit Autismus bei Kleinkindern. Dies hielt glücklicherweise eine Reihe von Eltern davon ab, ihre Kinder diesem Risiko auszusetzen. Die Arbeit, die diese Impfungen für kleine Kinder als notwendig propagiert hatte, wurde dann jetzt erst (nach 12 Jahren!) von der Zeitschrift &#8220;Lancet&#8221; zurückgezogen.</p>
<p>Doch was passiert mit denen, die solche Dinge publiziert haben? Die zeigen ihren alten und möglichen neuen Herren (also denen mit dem Geld), dass sie in der Lage sind, sich artgerecht zu verhalten und Wissenschaft in Weißkittel-Marketing zu verwandeln. Daher klettern sie die Karriereleiter hinauf. Dies sind die rechten Charaktere, um innerhalb dieser 12 oder wie viel Jahre den Müll, den sie produziert haben, hinter sich zu lassen und in „verantwortungsvollere“ Positionen zu entschweben. Noch ein Grund, sich gegenseitig nicht in den Rücken zu fallen, denn wer weiß, welche Position der Kritisierte in in ein paar Jahren inne hat und wie er seinem Kritiker dann schaden könnte?</p>
<p>Wie man sieht: Es wird nicht besser, eher schlechter. Und ohne das Internet und seine Blogs wird meiner Meinung nach eine Kontrolle fast unmöglich werden. Dann können „Fälscher und Pfuscher“ angst- und sorgenfrei ihre Runden ziehen, egal, wieviele Menschenleben möglicherweise auf dem Spiel stehen. Ich hoffe ja auf ein Umdenken, aber bis dass die etablierten „Ehrwürdigen“ mit am &#8220;Blogstrang&#8221; ziehen werden, werden wohl wieder mal 12 Jahre vergehen.</p>
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		<title>Greenpeace schickt Jedi Ritter gegen VW-Darth-Vader</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 13:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[VW]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Greenpeace sind wir einiges gewohnt. Unter Lebensgefahr setzen sich die Aktivisten in den Meeren für den Erhalt bedrohter Arten ein. Sie klettern in schwindelnde Höhen, ketten sich an und protestieren mit Kadavern getöteter Tiere an öffentlichen Plätzen. Aber die neueste Aktion ist noch viel aufsehenerregender als die bisherigen Greenpeace-Einsätze, denn sie findet auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.greenpeace.de/">Greenpeace</a> sind wir einiges gewohnt. Unter Lebensgefahr setzen sich die Aktivisten in den Meeren für den Erhalt bedrohter Arten ein. Sie klettern in schwindelnde Höhen, ketten sich an und protestieren mit Kadavern getöteter Tiere an öffentlichen Plätzen. Aber die neueste Aktion ist noch viel aufsehenerregender als die bisherigen Greenpeace-Einsätze, denn sie findet auf der medialen Plattform statt.<br />
Greenpeace reagiert gezielt auf die aktuellen Reklamespots von VW für den neuen Passat. Ein Kind, als Jedi Ritter Darth Vader verkleidet, wirbt im VW Spot um die Sympathie der kaufwilligen Autofans. Das hat Greenpeace zu einer großangelegten Gegenkampagne inspiriert. Mit ebensolchen Jedi Rittern setzt sich Greenpeace mit dem Verhältnis des Wolfsburger Autokonzerns zum Klimaschutz auseinander.</p>
<p><span id="more-593"></span></p>
<p>VW, so Greenpeace, habe schon längst Fahrzeuge mit extrem niedrigem Verbrauch entwickelt. Der Autohersteller halte diese Entwicklungen aber aus ökonomischen Gründen zurück. Offiziell sei VW das um den Umweltschutz besorgte Schaf. Aber leider ein Schaf im Wolfsburger Wolfspelz mit dem knallharten Interesse, strengere Klimaschutzvorgaben so lange wie möglich hinaus zu zögern. Der Weltkonzern handle verantwortungslos, so berichtet Greenpeace auf scribd.</p>
<p>Die Umweltschutzorganisation hat sich eine Menge einfallen lassen zu dem Thema. Eine eigene Website, <a href="http://www.vwdarkside.com/" target="_blank">vwdarksidecom</a> widmet sich dem Thema: &#8220;Bring VW von der dunklen Seite ab&#8221;. Dort kann man unter anderem &#8220;Die Macht nutzen&#8221; und als Teilnehmer einer Unterschriftenaktion versuchen, VW wieder ins helle, umweltfreundliche Licht zu rücken. Das alles verspricht, noch sehr spannend zu werden. Denn die Listen müssen ja irgendwann an den Mann, besser gesagt, an VW. Ob das auf dem Postweg oder bei Häppchen und Saft geschehen wird, bleibt abzuwarten.</p>
<p><object width="519" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nXndQuvOacU?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="519" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/nXndQuvOacU?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Inzwischen gibt es auch eine zweite Folge:</p>
<p><object width="519" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/1ulH5CAjprc?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="519" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/1ulH5CAjprc?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
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		<title>Politiker entdecken: Herbizide sind doch gesund</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Glyphosat]]></category>
		<category><![CDATA[Herbizide]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Roundup&#8221; von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer &#8220;Monsanto&#8221; ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8220;Monsanto &#8211; Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen&#8220;). &#8220;Roundup&#8221; wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Roundup&#8221; von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer &#8220;Monsanto&#8221; ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen/">Monsanto &#8211; Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen</a>&#8220;). &#8220;Roundup&#8221; wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig Geld damit verdienen. Heute gibt es andere Präparate, die dem &#8220;Roundup&#8221; ähnlich sehen, da der Hauptwirkstoff des Herbizids der Gleiche ist: Glyphosat.</p>
<p>Dies ist ein nicht-selektives Blattherbizid, das über chlorophyllhaltige Pflanzenteile aufgenommen wird. Es wirkt aber nicht nur gegen Unkräuter verschiedenster Natur, sondern leider auch gegen die Nutzpflanzen, die mit dem Mittel in Kontakt kommen. In der Pflanze blockiert das Glyphosat ein spezifisches Enzym, das für die Synthese von aromatischen Aminosäuren zuständig ist.</p>
<p>Außerdem begünstigt die Substanz den Befall mit Wurzelpilzen. Und zuletzt wird die Entwicklung von Knöllchenbakterien eingeschränkt, so dass das Angebot an Mangan und Stickstoff für die betroffene Pflanze deutlich reduziert ist. Dieser ganze Wirkkomplex bedeutet für die betroffene Pflanze den sicheren Untergang.<br />
<span id="more-590"></span></p>
<p>In der Vergangenheit und Gegenwart wurde und wird Glyphosat als umweltfreundlich, ungiftig, sicher oder kurz als „Traum“ verkauft: Das böse Unkraut wird zerschmettert, auf dass das gute Kraut noch besser gedeiht. Und die Konsumenten und Bauern werden vom Einsatz der Chemikalie überhaupt nicht betroffen.</p>
<p>Diese Aussage klingt so toll, dass sie aus einem Marketingbüro stammen könnte.</p>
<p>Dann gibt es da noch die Wissenschaft, die Hand in Hand mit Monsanto damals die Unbedenklichkeit der Substanz nachgewiesen hatte. Kein Wunder also, wenn die Behörden der verschiedenen Länder dieses Zeugs ihren Bauern und Kleingärtnern nicht vorenthalten wollten.</p>
<p>Es regten sich aber die ersten Zweifel, als die Marketingwissenschaft und ihre parteiischen Ergebnisse durch unabhängige Studien widerlegt wurden. Denn dass, was Monsanto als Wissenschaft ausgegeben hatte, waren im Grunde nichts anderes als größtenteils unveröffentlichte Studien aus eigenem Haus, die zu irre positiven Ergebnissen kamen. Und es wurden dann unglücklicherweise immer mehr Studien, die nicht zum gewünschten Monsanto-Ergebnis kamen.</p>
<p><strong>Studien gegen Legoland</strong><br />
Diese Studie (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12765238" target="_blank">The teratogenic potential of the herbicide glyphosate-Roundup in Wistar rats.</a> Dallegrave et al.; Department of Pharmacology, Instituto de Ciências Básicas da Saúde, Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS), Porto Alegre, Brazil) wurde 2003 veröffentlicht. Sie beschreibt den Einfluss von Glyphosat bei schwangeren Ratten auf die Nachkommenschaft. Die Weibchen wurden mit Trinkwasser versorgt, das mit 500, 750 und 1000 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht Glyphosat versetzt war. Sie wurden aber nur vom 6. bis zum 15. Tag der Schwangerschaft der Chemikalie ausgesetzt. Am 21. Tag der Schwangerschaft wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt und die Föten einer Untersuchung unterzogen. Es zeigte sich eine Mortalitätsrate von 50 Prozent bei den Muttertieren bei der Behandlung mit 1000 Milligramm. Bei den Föten wurden Veränderungen in der Skelettstruktur festgestellt und zwar 15,4 Prozent bei der Behandlung mit 500 Milligramm, 33,1 Prozent bei 750 Milligramm und 57,3 Prozent bei 1000 Milligramm. Die Autoren wagten darauf hin zu behaupten, dass Glyphosat-Roundup für schwangere Muttertiere toxisch ist und für die Entwicklung von Skelettveränderungen bei den Föten verantwortlich zu machen ist.</p>
<p>Nur 4 Jahre später veröffentlichten die gleichen Autoren einen „Nachschlag“: Diesmal (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17634926" target="_blank">Pre- and postnatal toxicity of the commercial glyphosate formulation in Wistar rats</a>) ging es nicht um morphologische Veränderungen bei Föten, sondern um die Effekte von Glyphosat auf das weibliche und männliche Fortpflanzungssystem bei Ratten. Die schwangeren Tiere wurden wieder über das Trinkwasser mit Glyphosat versorgt, diesmal deutlich niedriger mit 50, 150 und 450 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Dauer während der Schwangerschaft betrug 21 bis 23 Tage und dann 21 Tage während der Stillzeit der Neugeborenen. Da die Dosierungen nicht mit den Dosierungen korrespondierten, die für den Menschen zutreffen, wurden auch keine toxischen Effekte auf die Muttertiere beobachtet.</p>
<p>Aber sie waren in der Lage, bei den männlichen Nachkommen ungünstige Veränderungen der Sexualorgane zu bewirken. Es zeigte sich eine reduzierte Spermienzahl und -produktion nach Erreichen der Geschlechtsreife. Weiter wurden erhöhte Prozentzahlen an abnormalen Spermien beobachtet und eine dosisabhängige Verminderung von Serumtestosteron während der Pubertät. Bei den weiblichen Nachkommen wurden keine nachteiligen Vorkommnisse beobachtet. Die Autoren schlossen daraus, dass Glyphosat das reproduktive System männlicher Ratten signifikant in der Pubertät und während des Erwachsenenalters beeinträchtigt.</p>
<p>Eine weitere Studie von Carrasco aus dem Jahr 2010, also noch fast ofenfrisch, untersuchte Frösche und Glyphosat (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20695457" target="_blank">Glyphosate-Based Herbicides Produce Teratogenic Effects on Vertebrates by Impairing Retinoic Acid Signaling</a>. Carrasco et al.; Laboratorio de Embriologia Molecular, CONICET-UBA, Facultad de Medicina, Universidad de Buenos Aires, Argentina).</p>
<p>Die Forscher beobachteten bei Frosch- und Hühnerembryos bei der Dosis von 1/5000 eines handelsüblichen Glyphosats eine negative Veränderung von morphologischen Parametern: Verkleinerte Gehirne, neurale Entwicklungsstörungen und Verkleinerung der Anlagen für den optischen Apparat. Weitere detaillierte Veränderungen von Frosch- und Hühnerembryos werden in der Arbeit diskutiert. Auch diese Arbeit zeigt, dass Glyphosat – in diesem Fall nicht zwingend für den Menschen, aber für die Umwelt &#8211; nicht als unbedenklich einzustufen ist.</p>
<p><strong>Eure Wissenschaft, unsere Politik</strong></p>
<p>Nachdem jetzt nachhaltig Hinweise bzw. Beweise eingehen, dass Glyphosat alles andere als ein harmloses Wässerchen ist, das selbige nicht trüben kann, wäre es an der Zeit, auf politischer Ebene und der Gesundheit der Betroffenen zuliebe einige Veränderungen durchzusetzen. Aber das deutsche Ministerium für Verbraucherschutz kam zu vollkommen gegensätzlichen Ergebnissen in ihren Untersuchungen: Für sie stellt sich die Substanz immer noch als ein Idealprodukt dar, dass ohne Einschränkungen eingesetzt werden kann.</p>
<p>Jetzt stellt sich für mich eine Frage: Seit wann sind Politiker in der Lage, wissenschaftliche Erhebungen durchzuführen? Von daher vermute ich jetzt einmal, dass sie Kraft ihres Amtes auf alte Unterlagen zurückgreifen, die ganz klar belegen, dass Glyphosat wunderbar ist. Natürlich bleibt dem Politiker auch hier verborgen, oder er will es einfach nicht sehen, dass diese Unterlagen aus der Monsanto eigenen Produktion stammen. Und die werden einen Teufel tun, ihr eigenes Produkt zu zerreißen. Aber auf das Thema: „Monsanto und Wissenschaft“ komme ich gleich noch kurz zurück.</p>
<p>Ersteinmal habe ich hier noch ein Video bei dem es um &#8220;Roundup&#8221; und das Versagen deutscher Zulassungsbehörden geht. Die Sendung „Kontraste“ stellt darüber hinaus einen Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung vor. Demnach ist möglicherweise der Chemikaliencocktail für die bei Landwirten auftretenden Haut- und Lungenerkrankungen verantwortlich&#8230;</p>
<p><object width="500" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8h6X5RjPkTI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/8h6X5RjPkTI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Obwohl man es gerne möchte &#8211; aber diese unangenehmen Studien, die zur Schädlichkeit von Glyphosat veröffentlicht werden, kann man auf die Dauer dann doch nicht ignorieren. Die EU-Kommission selbst schaffte es dann doch, dies alles geschickt zu umgehen, indem sie sich auf einen Bericht aus Deutschland bezog. Und dies ist der oben erwähnte Bericht des deutschen Ministeriums für Verbraucherschutz. Aber warum sollte es bei uns auch anders sein als in den Vereinigten Staaten, wo bereits <a href="http://renegraeber.de/blog/gentechnik-lobbyisten-als-obamas-berater/">Gentechnik-Lobbyisten als Obamas Berater</a> tätig sind? Ich hatte ja zu diesem Thema bereits den einen oder anderen <a href="http://renegraeber.de/blog/offener-brief-an-das-verbraucherschutzministerium/">offenen Brief an das Verbraucherschutzministerium</a> geschrieben, aber raten Sie mal? Genau, keine Antwort.</p>
<p><strong>Es passiert etwas! Aber wann?</strong></p>
<p>Angesichts dieser Kluft zwischen alten Wissenschaftsmärchen von Monsanto und den neuen Ergebnissen unabhängiger Wissenschaftler versprach man so was wie eine neue Risikobeurteilung. Gesagt, getan, die Kommission wurde dann auch sofort aktiv und verschob die Untersuchung über schädliche Wirkungen auf 2015.</p>
<p>Prima! So mach ich das auch immer. Immer wenn bei meinem Auto die Bremsen versagen, dann verschiebe ich die Inspektion bis nach Weihnachten. Denn in der Bedienungsanleitung des Autoherstellers steht, dass das Fahrzeug mit tadellosen Bremsen ausgeliefert wurde. Und der muss es doch schließlich wissen, oder?</p>
<p>Aber es kommt dann noch toller: Nachdem man nun schon seit Anfang der 90er Jahre von den möglichen toxischen, genschädigenden usw. Wirkungen von Glyphosat weiß, kann es gut möglich sein, dass man diesen Zustand sogar bis 2030 pflegen möchte. Denn vielleicht wissen diese Politiker doch irgendwie, dass die Mosanto-wissenschaftliche Argumentationsbasis für das Produkt auf hauchdünnem Eis steht. Um hier nicht einzubrechen, versucht man Zeit zu schinden und das Eis erst gar nicht zu betreten, und je länger, desto besser.</p>
<p>Damit haben Monsanto und Co allen Grund aufzuatmen. Ihre Lobbyarbeit hat sich bezahlt gemacht. Und der deutsche Normalverbraucher und Steuerzahler zahlt immer mehr Steuern, von denen Politiker, die sie in die Pfanne hauen, großzügig monatliche Diäten erhalten. Wer hier noch glaubt, dass diese Leute um die Gesundheit der Bevölkerung besorgt sind, sollte nach Legoland auswandern.</p>
<p><strong>Monsanto-Spitzen</strong></p>
<p>Es ist nicht nur bekannt, dass Monsanto seine eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse fälscht. Sie machen auch kriminelle Werbung für ihr Gift. So wurden sie 1996 vom New Yorker Staatsanwalt strafrechtlich verfolgt, da sie bewusst irreführende Werbeaussagen zu ihren Produkten gemacht hatten. In Frankreich wurden sie 2007 verurteilt, da sie in der Werbung behaupteten, dass Glyphosat umweltfreundlich sei und biologisch abbaubar.</p>
<p>Wenn man aber jetzt glaubt, dass in Sachen Märchenstunde keine Steigerung mehr möglich ist, dann kennt man die Inspiration von Monsanto noch nicht. Denn die behaupteten zudem, dass Roundup nach Gebrauch den Boden sauber zurück lässt. Umweltschützer und Verbraucherschützer brachten 2001 den Fall vor das französische Gericht mit der Begründung, dass Glyphosat ein gefährliches Umweltgift ist und besonders giftig für im Wasser lebende Organismen. Monsanto wurde zur Zahlung von 15,000 Euro verurteilt (<a href="http://www.organicconsumers.org/articles/article_4114.cfm" target="_blank">http://www.organicconsumers.org/articles/article_4114.cfm</a>).</p>
<p>In Sachen Pseudowissenschaft hat es Monsanto zu hohem Ansehen gebracht. So wurden ihre „Wissenschaftler“ bei 2 Gelegenheiten überführt, als sie bewusst Testergebnisse zu Glyphosat aus angeheuerten Vertragslabors fälschten.</p>
<p>Im ersten Fall handelte es sich um das Industrial Biotest Labor (IBT). Hier berichtete ein Mitarbeiter der amerikanischen Umweltbehörde von routinemäßigen Fälschungen. Aberwitzig wird es dann, wenn man in den gefälschten Reports zu lesen bekommt, dass man mit Proben aus dem „Uterus von männlichen Hasen“ gearbeitet hatte. Da hat wohl einer damals in Biologie nicht aufgepasst oder er hält den Rest der Welt für so blöd, dass die nicht Männchen und Weibchen auseinander halten können. Für die wäre Glyphosat gerade richtig.</p>
<p>Im zweiten Fall ging es um gefälschte Wissenschaft in den Craven Labors. 1991 wurden der Besitzer und 3 Angestellte schuldig befunden, an 20 Kapitalverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Der Besitzer des Labors wurde zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt und musste 50.000 Dollar zahlen. Das Labor wurde zu einer Zahlung von 15,5 Millionen Dollar verurteilt. Dieses Labor hatte für eine Reihe von Pestizidherstellern Studien durchgeführt, einschließliche Monsanto. (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Glyphosate#cite_ref-88" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Glyphosate#cite_ref-88</a>)</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ich frage mich, was muss noch passieren, damit die Welt aufwacht und erkennt, dass männliche Hasen keinen Uterus haben. Auch Männer haben keinen Uterus, werden aber doch in jungen Jahren gegen HPV geimpft. Wird hier heuchlerisch die Gesundheit der (männlichen) Bevölkerung ins Fadenkreuz geschoben, damit man noch mehr Kasse macht? Ähnlich wie beim &#8220;Impfseren-Umsatz&#8221; (Beispiel <a href="http://renegraeber.de/blog/tag/schweinegrippe/">Schweinegrippe</a> oder Gebärmutterhalskrebs-Impfung).</p>
<p>Und dort, beim Glyphosat: Ist es nicht mehr als deutlich, dass es gar nicht um die Gesundheit geht? Warum können sich Firmen wie Monsanto scheinbar die tollsten &#8220;Klopfer&#8221; leisten, für die man &#8220;Otto Normalverbraucher&#8221; vielleicht in die Irrenanstalt (Verzeihung: in die Psychatrie) oder ins Gefängnis stecken würde?</p>
<p>Und so sehe ich es auch als tollen Klopfer an, wenn man den Einsatz von Substanzen wie Glyphosat uneingeschränkt unterstützt und fördert, und damit Leben und Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel setzt. Auf der anderen Seite aber werden von Seiten der gleichen Behörden und Politiker heuchlerisch besorgte Mienen kamerawirksam aufgesetzt, wenn ein paar E. coli Bakterien aus dem Ruder laufen&#8230; (siehe mein Beitrag zum <a href="http://naturheilt.com/blog/ehec-heckmeck/">EHEC &#8211; Heckmeck</a>). Sind denn die EHEC-Toxine so viel giftiger als das Glyphosat?<br />
<a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-88" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/Genetchnik_470px.jpg" alt="" width="470" height="198" /></a></p>
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		<item>
		<title>Gentechnikkonzern Monsanto erhält Patent auf Wassermelonen</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/gentechnikkonzern-monsanto-patent-auf-wassermelonen/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 12:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Kokopelli]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[Patent]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wieder schlechte Nachrichten aus der Gentechnik: Der US-amerikanische Agrarkonzern Monsanto hat im Mai 2010 das Patent für eine Wassermelone erworben. Dies teilen Greenpeace und das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ mit. Das wäre vielleicht noch legitim, wenn Monsanto sie selbst in ihren Laboren entwickelt hätte, aber dem ist gar nicht der Fall: Indische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt wieder schlechte Nachrichten aus der Gentechnik: Der US-amerikanische Agrarkonzern <a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-ein-gentechnik-konzern-auser-kontrolle/">Monsanto</a> hat im Mai 2010 das Patent für eine Wassermelone erworben. Dies teilen Greenpeace und das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ mit. Das wäre vielleicht noch legitim, wenn Monsanto sie selbst in ihren Laboren entwickelt hätte, aber dem ist gar nicht der Fall: Indische Bauern hatten die Melone mit herkömmlichen Verfahren gezüchtet.</p>
<p><span id="more-585"></span></p>
<p>Diese neue Sorte Melonen ist gegen eine bestimmte Viruserkrankung resistent, die in weiten Teilen der Erde auf dem Vormarsch ist. Und nun gehört das Patent darauf Monsanto, über die ich ja bereits geschrieben hatte: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen/">Monsanto &#8211; der Konzern mit der Lizenz zum herrschen</a>&#8220;. Die beiden o.g. Aktionsgruppen halten die Patentvergabe auf lebende Organismen in mehrerer Hinsicht für bedenklich, und ich schließe mich an, denn für mich ist das nur wieder ein Beweis für eine &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/die-gruene-gentechnik-luege/">grüne Gentechnik Lüge</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Neuer Begriff: &#8220;Biopiraterie&#8221;</strong></p>
<p>Christoph Then, Berater von Greenpeace und Spezialist in Patentangelegenheiten, erläutert, dass es sich um einen Missbrauch des Patentrechts handelt. Wenn Landwirte in Indien das Saatgut einsetzen wollen, das sie über Generationen selbst gezüchtet und angebaut haben, müssen sie es nun teuer von Monsanto erwerben. Greenpeace spricht von Biopiraterie: Große Konzerne beuten Wissen und Erfahrung von Drittstaaten aus. Die Herkunftsländer werden weder um ihre Zustimmung gebeten, noch am Gewinn beteiligt. Die betroffenen Pflanzen und Tiere dürfen für weitere Züchtungen nicht mehr eingesetzt werden. Dadurch ist zukünftig auch die Artenvielfalt bedroht. Vereine wie <a href="http://renegraeber.de/blog/kokopelli-ueberlassen-saatgut-nicht-konzernen/">Kokopelli</a>, die sich für den Erhalt alter Obst- und Gemüsesorten einsetzen, sind den Konzernen daher ein Dorn im Auge.</p>
<p>Nach Auffassung von Greenpeace können Pflanzen und Tiere keine Erfindungen, sondern nur Entdeckungen sein. Entsprechend kann es dafür auch keine Patente geben. Tatsächlich gibt es eine Entscheidung der Großen Beschwerdekammer am Europäischen Patentamt aus dem Mai 2010. Die Entscheidung besagt, dass konventionelle Zuchtverfahren nicht patentierbar sind. Die Ergebnisse dieser Züchtungen, also Pflanzen, Saatgut und Ernte werden gleichwohl für Patente zugelassen.</p>
<p>Es gibt aber auch ein moralisches Problem. Die Zahl der Patentanträge auf Leben steigt ständig an. Werden diese Patente erteilt, könnten zukünftig einige internationale gewinnorientierte Konzerne über einen Großteil der Ernährungsgrundlage der Menschheit verfügen. Lesen Sie meinen kostenlosen Report: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/die-gruene-gentechnik-luege/">Die grüne Gentechnik-Lüge</a>&#8220;, und wenn Sie genauso wütend sind wie ich, finden am Ende des Reports orschläge, was Sie konkret tun können.<br />
<a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-88" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/Genetchnik_470px.jpg" alt="" width="470" height="198" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Blackstone will Regenwald in Kamerun platt machen</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/blackstone-regenwald-kamerun/</link>
		<comments>http://renegraeber.de/blog/blackstone-regenwald-kamerun/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 14:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blackstone]]></category>
		<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
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		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>

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		<description><![CDATA[In Kamerun plant der amerikanische Investor &#8220;Blackstone&#8221; die Errichtung großer Plantagen zum Anbau von Ölpalmen. Voraussetzung hierfür ist die Rodung ökologisch wertvoller Regenwaldgebiete im Südwesten des afrikanischen Landes. Dieses Palmöl wird zum Beispiel bei der Herstellung von Schokoriegeln genutzt, wie ich in meinem Beitrag &#8220;Die bittere Seite von KitKat &#38; Co.&#8221; berichtet habe. Naturschutzorganisationen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Kamerun plant der amerikanische Investor &#8220;Blackstone&#8221; die Errichtung großer Plantagen zum Anbau von Ölpalmen. Voraussetzung hierfür ist die Rodung ökologisch wertvoller Regenwaldgebiete im Südwesten des afrikanischen Landes. Dieses Palmöl wird zum Beispiel bei der Herstellung von Schokoriegeln genutzt, wie ich in meinem Beitrag &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/die-bittere-seite-von-kitkat-co-palmol-fur-schokoriegel-vernichtet-regenwalder/">Die bittere Seite von KitKat &amp; Co.</a>&#8221; berichtet habe.</p>
<p>Naturschutzorganisationen wie <a href="http://www.prowildlife.de/">Pro Wildlife</a> registrieren das geplante Vorhaben mit Entsetzen, würde bei einer Rodung der Regenwaldflächen der Lebensraum bedrohter Arten wie Waldelefanten oder Schimpansen vernichtet.</p>
<p><span id="more-581"></span><!--more--></p>
<p>Als Gipfel der Scheinheiligkeit empfinden die Naturschützer die Tatsache, dass das Investitionsprojekt von Blackstone als wohltätiges Entwicklungsprojekt angepriesen wird und bereits Spenden für die Palmölsetzlinge gesammelt werden.</p>
<p>Die Investorengemeinschaft um Blackstone wehrt sich gegen die Vorwürfe. Nach ihrer Auffassung würde eine verstärkte Produktion im Kamerun dazu führen, dass die Importe von Palmöl aus Indonesien verringert werden könnten. Dadurch könnten die für die noch vorhandene Restpopulation der Orang-Utans wichtigen indonesischen Regenwälder geschont werden.</p>
<p>Diese etwas verquere Argumentation wird von Pro Wildlife als zynisch eingestuft, denn der Kahlschlag der afrikanischen Regenwälder vernichtet unwiederbringlich wertvolle Lebensräume. Auch ein weiteres Argument der Befürworter der Palmölproduktion, das von einer Verbesserung der Lebensumstände der in Kamerun heimischen Bevölkerung ausgeht, wird von den Gegnern nicht so gesehen. Sie prognostizieren, dass die Gewinne in die Taschen der amerikanischen Firmen fließen und nicht der Landbevölkerung zugutekommen werden.</p>
<p>Noch während diese Diskussionen im Gange sind und die Regierung von Kamerun noch keine Entscheidung getroffen hat, werden Fakten geschaffen. Der beteiligte Investor Herakles hat schon angefangen, Setzlinge nach Kamerun zu transportieren. Tausende von ihnen befinden sich bereits heute vor Ort.</p>
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