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	<title>René-Gräber-Blog &#187; Gesundheit</title>
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	<description>Der persönliche Blog von René Gräber</description>
	<lastBuildDate>Tue, 08 May 2012 14:46:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kindernahrung – zu schön um gesund zu sein</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 15:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Foodwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich mal so durch die Lebensmittelläden gehe und mir das Nahrungsmittelangebot für Kinder anschaue, dann muss ich voller Staunen zugeben, dass diese wirklich &#8220;kindgerecht&#8221; präsentiert werden: Da gibt es die knall-bunten Verpackungen mit Comic-Figuren und Stars aus Sport und (Kinder)Unterhaltung, Sammelaktionen und Gewinnspiele und vieles mehr, was das Herzchen unserer Kleinen höher schlagen lässt oder schlagen lassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mal so durch die Lebensmittelläden gehe und mir das Nahrungsmittelangebot für Kinder anschaue, dann muss ich voller Staunen zugeben, dass diese wirklich &#8220;kindgerecht&#8221; präsentiert werden: Da gibt es die knall-bunten Verpackungen mit Comic-Figuren und Stars aus Sport und (Kinder)Unterhaltung, Sammelaktionen und Gewinnspiele und vieles mehr, was das Herzchen unserer Kleinen höher schlagen lässt oder schlagen lassen soll.</p>
<p>Das Ganze wird dann auch noch anwenderfreundlich auf Augenhöhe der Kleinen platziert – eine Rücksichtnahme, die jeden Behinderten (vor allem Rollstuhlfahrer) vor Neid erblassen lässt. Mit einem Wort: Traumhafte Zustände im Kinderreich der Lebensmittelanbieter. Und jetzt kommen die Miesmacher von <a href="http://foodwatch.de/kampagnen__themen/kinderernaehrung/report_kinder_kaufen/index_ger.html" target="_blank">Foodwatch</a> und zerstören diese schöne Idylle.</p>
<p><span id="more-649"></span></p>
<p><strong>Schöne Worte sind nicht wahr, wahre Worte sind nicht schön</strong></p>
<p>Dieser Spruch steht im Tao-Te-King von Laotse. War der alte Philosoph etwa auch Mitglied bei Foodwatch? Nein, die gab es damals vor 2300 Jahren noch nicht, wie es auch keine Lebensmittelindustrie gab. Aber es gab das Prinzip der Täuschung – Täuschung mit schönen Worten und angeblich guten Taten, um von dem eigentlichen Ziel bzw. der eigentlichen Absicht abzulenken. Und dem entsprechend braucht Foodwatch jetzt nicht so schöne Worte, um ein wenig mehr Wahrheit in diesen Sachverhalt zu bringen.</p>
<p>Foodwatch hat mehr als 1500 Lebensmittel für Kinder untersucht. Das Ergebnis rechtfertigt einen massiven Marketingeinsatz (Marketing = Zentrale für schöne Worte) für die industriellen Produkte.</p>
<p>Ich weiß, ich weiß, ich mache ja auch Werbung für meine <a href="http://renegraeber.de/Buecher.html" target="_blank">Bücher</a>. Und ich halte Werbung auch nicht für schlecht. Ansonsten würden wir von vielen Produkten gar nichts erfahren. Aber ich denke es gibt da schon einen Unterschied. Denn: drei Viertel dieser 1500 Kinder-Nahrungsmittel sind nichts weiter als Snacks und Süßigkeiten. Aber gerade die sollten (laut Ernährungspyramide) nur als Ausnahme auf dem Speiseplan stehen. Dann gibt es noch die Produkte, die eine breitere Basis in der Ernährungspyramide haben, da sie unter natürlichen Verhältnissen eine ausgewogene Ernährung darstellen, wie z.B. Milchprodukte, Frühstücksflocken usw. Aber auch hier hat die Industrie gnadenlos zugeschlagen, Aromen und Zucker zugefügt, so dass das Attribut der Natürlichkeit kaum noch zu finden ist.</p>
<p>Man kann zwar argumentieren, dass Zucker und Aromen auch in der Natur vorkommen, aber hier macht die Quantität den entscheidenden Unterschied aus. Foodwatch folgert: „Eine ausgewogene Ernährung für Kinder ist mit den Industrieprodukten praktisch unmöglich.“ Wie das Ergebnis dieser Untersuchung im Einzelnen aussieht, hat Foodwatch unter http://foodwatch.de/e36/e13710/e50345/e50348/downloadtabs50349/categories<br />
50550/files50551/2012-03-13_foodwatch-Marktcheck-Kinderlebensmittel_ger.pdf veröffentlicht.</p>
<p>Ein interessanter Kommentar findet sich am Schluss der Veröffentlichung:</p>
<blockquote><p>„Nur 12,4 Prozent der Produkte können der grünen Kategorie zugeordnet werden. Bei diesen handelt es sich meist um Saft oder Saftschorlen, die zwar nach den Kriterien des aid ab und zu eine Portion Obst ersetzen können – und deshalb grün sind – jedoch gleichzeitig auch viel Zucker enthalten.“</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten hat die Lebensmittelindustrie die Ernährungspyramide vollkommen auf den Kopf gestellt. Hier stellen 12,4 Prozent die Basis dar, während fast 75 Prozent die Spitze einnehmen.</p>
<p><strong>So sieht die „gesunde“ Pyramide aus (ein Klick vergrößert die Bilder):</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Pyramide_Soll_432_ger1.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-668" style="margin-right: 37px; margin-left: 37px;" title="Pyramide_Soll_432_ger" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Pyramide_Soll_432_ger1.jpg" alt="" width="432" height="369" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Und so sieht die von der Industrie produzierte Pyramide aus:</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Pyramide-Angebot_432_ger1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-669" style="margin-right: 37px; margin-left: 37px;" title="Pyramide-Angebot_432_ger" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Pyramide-Angebot_432_ger1.jpg" alt="" width="432" height="382" /></a><br />
(Aus: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/kinderernaehrung/foodwatch_<br />
marktcheck/index_ger.html)</p>
<p>Ist es da verwunderlich, wenn z.B. der Anteil an übergewichtigen Kindern im Vergleich von 80er und 90er Jahren um 50 Prozent gestiegen ist? Heute leiden mehr als 15 Prozent der Kinder an <a href="http://www.yamedo.de/symptome/uebergewicht.html" target="_blank">Übergewicht</a>, weitere 6 Prozent gelten als fettleibig (adipös). Kein Wunder also, wenn auch die „Volkskrankheiten“ <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/bauchspeicheldruesenerkrankung/diabetes-mellitus-die-zuckerkrankheit.html" target="_blank">Diabetes</a>, <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Herzkrankheiten-Herzprobleme.htm" target="_blank">Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/krebs/" target="_blank">Krebs</a> usw. in gleichem Maße zunehmen. Aber das ist ja eigentlich bekannt und kaum jemand wird den Zusammenhang zwischen Ernährung und Erkrankungen leugnen wollen. Wo liegt dann der Hund begraben?</p>
<p><strong>Die Unschuld vom Lande</strong></p>
<p>Wenn also gesunde Ernährung angesagt ist, dann bräuchte man eigentlich nur die Ernährungspyramide wieder auf die Füße zu stellen und schon wäre alles in Ordnung. Leider ist dem nicht so, denn dann wären hochwertige Nahrungsmittel gefragt, und die sind halt für die Industrie in der Herstellung zu teuer. Oder in anderen Worten: Man verdient ja nichts mehr bei dieser Form der Lebensmittelproduktion. Denn mit Junkfood lässt sich mehr einfach mehr Geld verdienen als mit Obst und Gemüse. Auch hier dokumentiert Foodwatch, wo sich der Teufel im Detail versteckt:</p>
<p><a href="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Profitabilitt-432_ger.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-663" title="Profitabilitt-432_ger" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Profitabilitt-432_ger-300x246.jpg" alt="" width="300" height="246" /></a></p>
<p>(http://foodwatch.de/kampagnen__themen/kinderernaehrung/report_kinder_<br />
kaufen/index_ger.html)</p>
<p>Also investiert die Industrie lieber in die gewinnträchtigen, günstig herzustellenden Produkte, verkauft und verpackt sie uns als gesund und nahrhaft &#8211; und das mit den entsprechend schönen, unwahren Worten des Laotse. Wird diese Industrie auf diesen Sachverhalt angesprochen, dann lehnt sie jede Verantwortung für die negativen Entwicklungen ab. Sie ist natürlich die Unschuld vom Lande. Reflexartig wird dann die Verantwortung an andere weiter gereicht: An die Eltern, die nicht „Nein“ sagen können, an den Mangel der Sportgelegenheiten für Jugendliche, an die Computerhersteller, welche die Jugendlichen an den Monitor fesseln usw.</p>
<p>Dass Bewegungsmangel zum <a href="http://www.naturheilt.com/Inhalt/Uebergewicht.htm" target="_blank">Übergewicht</a> beiträgt, das sei nicht bestritten. Wer sich aber gesund ernährt und wenig bewegt, der wird es schwer haben, adipös zu werden. Denn es sind immer noch die Kalorien aus Fetten und Zuckern, die die Leibesfülle produzieren und nicht etwas, was man nicht macht. Ich jedenfalls habe noch keinen Menschen gesehen, der nichts isst und sich nicht bewegt und dadurch übergewichtig geworden ist.</p>
<p>Kein Wunder also, wenn diese Industrie dann werbe- und medienwirksam Bewegungsinitiativen, Sportveranstaltungen, Ernährungsaufklärung und dergleichen mehr in die Welt setzt, und das Ganze als „Kampf gegen Übergewicht“ deklariert. Unter diesen Voraussetzungen jedoch wird dies ein gewinnträchtiger Kampf auf alle Ewigkeit, da die Industrie ihrem vermeintlichen Gegner, dem Übergewicht, immer wieder Öl ins Feuer gießt – oder besser: Kalorienbomben in Form von Fett und Zucker in den Organismus der Kinder und Erwachsenen. Man muss nicht besonders clever sein, um diese Maßnahmen als ein reines Ablenkungsmanöver zu erkennen.</p>
<p>So werden dann Kalorienbomben in Form von Schokoladen und Süßwaren natürlich Hauptobjekt der marketingmäßigen Bemühungen. Über die schönen bunten Verpackungen mit den werbebegleitenden Maßnahmen zur Hilfe zur Kaufentscheidung habe ich ja schon Eingangs gesprochen. Und das an allen Ecken und Kanten. Aber haben Sie schon einmal eine Werbung für Obst und Gemüse gesehen? Ich nicht. Wie auch, wenn die Verdienstmargen so mager sind, wird man das bisschen Geld, was man mit dem Kraut verdient, nicht auch noch in die Werbung stecken. Da bliebe ja gar nichts mehr übrig, oder?</p>
<p><strong>Werbung – eine Investition in die Zukunft</strong></p>
<p>Wer Kinder in diesem frühen Alter auf bestimmte Produkte „eichen“ kann, wird später einmal erwachsene Kunden haben, die die alten Produkte kaufen ohne groß zu überlegen. Es findet bei den Lebensmitteln eine Art „Geschmacksprägung“ statt, die sich bis ins Erwachsenenalter fortsetzt. So hofft die Marketingabteilung, dass Hänschen als treuer Kunde ein solcher bleibt, wenn er zum Hans herangereift ist. Nur so kann man sich das Bombardement von Werbung für Kinder an jeder Ecke erklären &#8211; im Supermarkt, beim Sport, in der Schule teilweise (mit Lehrmaterialien für Lehrer, gesponsert von&#8230;), im Fernsehen, Kino, Internet etc.</p>
<p>Da aber die Eltern das Geld verdienen und ausgeben, werden die natürlich mit in die Werbekiste gesteckt. Da gibt es besondere „Key-Words“, Schlüsselwörter, die jede verantwortungsbewusste Mutter und Vater sofort zur Geldbörse greifen lassen: „Das muss unser Kleiner unbedingt haben“:</p>
<ul>
<li>Denn es sind Produkte, die „besonders geeignet“ sind für das Kind, oder „kindgerecht“ (laut Verpackung)</li>
<li>Natürlich sind siedann auch  „gesund“ und „nahrhaft“, mit „wertvollen Vitaminen“ &#8211; gibt es auch wertlose Vitamine?</li>
<li>„Das Beste aus der Milch“ - sind das die Wachstumshormone der Kuh, die die Milch produziert hat? Vielleicht lassen die den Junior schneller wachsen?! Mehr dazu übrigens in meinem Beitrag: <a href="http://naturheilt.com/blog/milch-gesundes-lebensmittel-toedliches-gift/" target="_blank">Milch &#8211; gesundes Lebensmittel oder krankmachendes Getränk</a>. Gerade vor dem Hintergrund neuerer Studien rate ich vom Milch trinken eher ab.(1,2)</li>
</ul>
<p>Die Sprachartistik der Marketingabteilung lässt dabei keinen Salto mortale aus, um die Herzen der Kinder höher schlagen zu lassen.</p>
<p><strong>Was nun?</strong></p>
<p>Weil die Eltern die Nahrungsmittel kaufen, sind sie auch verantwortlich für eine gesunde und ausgewogene Ernährung für die Kinder.</p>
<p>Was tun, wenn der Werbeterror jeden davon überzeugt hat, dass dieser Naschi-Junk-Food-Kram gesund ist &#8211; oder &#8220;doch nicht so schlimm&#8221;? Wenn die Alternativen entweder nicht bekannt sind oder zu teuer - was dann? Da fällt einem die Orientierung doppelt schwer. An wen kann man sich halten, um die „Wahrheit“ zu erfahren und nicht wieder einer Firma aufzusitzen, die einem nur das eigene Naschwerk als super gesunden Heilsbringer vertickt?</p>
<p>Foodwatch wäre hier sicherlich ein guter Anfang. Denn immerhin „werben“ die für sich wie folgt: „Mit dem Report &#8220;Kinder kaufen&#8221; will Foodwatch endlich eine breite Debatte über die Verantwortung der Lebensmittelindustrie für die Gesundheit unserer Kinder anstoßen.“ Da erwarte ich ein paar ehrliche Worte. Besonders dann, wenn es um unsere Kinder geht. Oder müssen wir jetzt unsere Gesundheit UND unsere Kinder verkaufen, damit die deutsche Lebensmittelindustrie wettbewerbsfähig bleibt?</p>
<p>Sie können sich aber auch an den <a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/" target="_blank">vier einfachen Worten für eine gesunde und richtige Ernährung</a> orientieren, die ich hier formuliert habe:<br />
<a href="http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/">http://www.gesund-heilfasten.de/ernaehrung/</a></p>
<p>Weitere Quellen:</p>
<p>(1) <a href="http://naturheilt.com/blog/milch-fordert-diabetes/">http://naturheilt.com/blog/milch-fordert-diabetes/</a></p>
<p>(2) <a href="http://naturheilt.com/blog/milch-trinken-ist-das-noch-gesund/">http://naturheilt.com/blog/milch-trinken-ist-das-noch-gesund/</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Verfälschte Medikamente-Studien</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/verfaelschte-medikamente-studien/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn es die Unerträglichkeitsgrenze erreicht &#8211; es ist immer ein Thema in der Medizin: Verfälschte Studien für schnellere Zulassung von Medikamenten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es die Unerträglichkeitsgrenze erreicht &#8211; es ist immer ein Thema in der Medizin:</p>
<p><a href="http://www.yamedo.de/blog/verfaelschte-studien-schnellere-zulassung-2012/" target="_blank">Verfälschte Studien für schnellere Zulassung von Medikamenten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wird Krebs durch Maßlosigkeit des modernen Lebens ausgelöst?</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/krebs-durch-masslosigkeit/</link>
		<comments>http://renegraeber.de/blog/krebs-durch-masslosigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Industrieländern rangiert Krebs auf dem zweiten Platz der häufigsten Todesursachen. Doch das war nicht immer so. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus England und den USA, als sie ägyptische Mumien untersuchten. Außerdem durchforsteten Michael Zimmerman und Rosalie David die medizinische Literatur der vergangenen Jahrtausende auf der Suche nach Beschreibungen von Tumoren oder Wucherungen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Industrieländern rangiert Krebs auf dem zweiten Platz der häufigsten Todesursachen. Doch das war nicht immer so.</p>
<p>Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus England und den USA, als sie ägyptische Mumien untersuchten. Außerdem durchforsteten Michael Zimmerman und Rosalie David die medizinische Literatur der vergangenen Jahrtausende auf der Suche nach Beschreibungen von Tumoren oder Wucherungen. Auch hierbei stießen sie auf vergleichsweise wenig Berichte über Krebs, obwohl die alten Griechen dies bereits als eigenständige Krankheit beschrieben und sogar zwischen gut- und bösartigen Tumoren zu unterscheiden wussten.</p>
<p><span id="more-601"></span></p>
<p>In ihrem Fachartikel “Cancer: an old disease, a new disease or something in between?” (auf Deutsch: Krebs: Eine alte Krankheit, eine neue Krankheit oder irgendetwas dazwischen) stellen die Forscher ihre umfassenden Ergebnisse vor (David A. R. &amp; Zimmerman M. R.: Cancer: an old disease, a new disease or something in between?; Nature Reviews Cancer 10; 2010; S. 728-733).</p>
<p>So untersuchten die Wissenschaftler winzige Gewebeschichten hunderter ägyptischer Mumien unter dem Mikroskop. Dabei konnten sie lediglich in einem Fall einen Tumor nachweisen, obwohl sich Krebsgewebe durch Einbalsamierung nachweislich sogar besser konservieren lässt als gesundes Zellmaterial. Natürlich könnte das geringe Vorhandensein von Tumoren einfach die Folge davon sein, dass die Menschen im alten Ägypten gar nicht alt genug wurden, um an Krebs zu erkranken. Doch da die Mumien auch andere Alterserscheinungen – etwa Arteriosklerose – aufweisen, scheint dies nicht die Erklärung für das seltene Auftreten von Krebs zu sein. Antike ägyptische Texte liefern nur sehr vage Hinweise auf Krebserkrankungen in der Bevölkerung. Teilweise ist es schwierig zu deuten, ob es sich bei den beschriebenen Krankheitszeichen wirklich um Krebs-ähnliche Erkrankungen oder beispielsweise um Lepra oder sogar nur um Krampfadern handelt.</p>
<p>Ebenso wie bei den Mumien, findet man in tierischen Fossilien, laut der Studie, äußerst selten Krebsgeschwüre. In der gesamten wissenschaftlichen Literatur sind bisher nur einige Dutzend beschrieben, wobei in vielen Fällen umstritten ist, ob es sich wirklich um Tumoren handelt. Selbst die Untersuchung Tausender Neandertalerknochen ergab gerade einmal ein einziges Exemplar mit einer möglichen Krebserkrankung.</p>
<p>Bisher war unklar, ob die seltene Beschreibung von Krebs in historischer Literatur auf ein geringes Vorhandensein oder auf mangelndes medizinisches Wissen zurückzuführen ist. „Das Besondere an unserer Studie ist, dass sie einen umfassenden historischen Überblick über diese Krankheit bietet“, nimmt Rosalie David Bezug auf die zusammenfassenden Forschungsergebnisse aus antiken Schriften, Fossilienfunden und mikroskopischen Untersuchungen der einbalsamierten Leichen. All diese Daten zusammengenommen zeigen deutlich: Krebs war in der Vergangenheit extrem selten!</p>
<p><strong>Krebs als Erkrankung der Moderne?</strong></p>
<p>Rosalie David kann sich die Ergebnisse nur folgendermaßen erklären: „In der natürlichen Umwelt gibt es nichts, dass Krebs auslöst.“ Die Professorin aus Manchester geht daher davon aus, dass Krebs eine von den Menschen verursachte Krankheit ist, die erst durch Umweltverschmutzung, unsere heutige Ernährungsweise und die modernen Lebensgewohnheiten hervorgerufen wird.</p>
<p>Doch nicht erst seit Veröffentlichung der Studie weisen Wissenschaftler vermehrt darauf hin, dass eine gesunde Lebensführung, viel Bewegung und das Einhalten des Normalgewichtes vor Krebs schützen können. Dr. Rachel Thompson vom World Cancer Research Fund (WCRF) ist von den Ergebnissen der Studie fasziniert. „Womöglich hat die Lebensführung unserer Vorfahren bei ihnen das Risiko, an Krebs zu erkranken, reduziert“, so die Wissenschaftliche Programm-Managerin des global agierenden Netzwerks.</p>
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		</item>
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		<title>Nichtrauchen leicht gemacht &#8211; mit dem Smoke Eater</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/nichtrauchen-leicht-gemacht-smoke-eater/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 11:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[SmokeEater]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer raucht, gefährdet seine Gesundheit und schröpft seinen Geldbeutel. Doch mit dem Rauchen aufzuhören ist leichter gesagt als getan. Daher gibt es immer mehr Aussteiger-Programme, die versuchen, die angehenden Nichtraucher auf eine witzige Weise &#8220;zu packen&#8221;. In dem nachfolgenden Video geht es um einen Automaten, den &#8220;Smoke Eater&#8221;. Er tauscht nicht gerauchte Zigaretten gegen kleine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer raucht, gefährdet seine Gesundheit und schröpft seinen Geldbeutel. Doch mit dem Rauchen aufzuhören ist leichter gesagt als getan. Daher gibt es immer mehr Aussteiger-Programme, die versuchen, die angehenden Nichtraucher auf eine witzige Weise &#8220;zu packen&#8221;. In dem nachfolgenden Video geht es um einen Automaten, den &#8220;Smoke Eater&#8221;. Er tauscht nicht gerauchte Zigaretten gegen kleine Geschenke ein. Natürlich ist das nicht nachhaltig, aber auf jeden Fall lustig. Viel Spaß!</p>
<p><object width="519" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qlEpcUoY31c?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="519" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/qlEpcUoY31c?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
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		<title>Politiker entdecken: Herbizide sind doch gesund</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Glyphosat]]></category>
		<category><![CDATA[Herbizide]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Roundup&#8221; von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer &#8220;Monsanto&#8221; ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8220;Monsanto &#8211; Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen&#8220;). &#8220;Roundup&#8221; wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Roundup&#8221; von der US Firma Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel (Sie wissen noch nicht, wer &#8220;Monsanto&#8221; ist? Dann lesen Sie meinen Artikel: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen/">Monsanto &#8211; Der Konzern mit der Lizenz zum Herrschen</a>&#8220;). &#8220;Roundup&#8221; wurde 1970 von Monsanto patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig Geld damit verdienen. Heute gibt es andere Präparate, die dem &#8220;Roundup&#8221; ähnlich sehen, da der Hauptwirkstoff des Herbizids der Gleiche ist: Glyphosat.</p>
<p>Dies ist ein nicht-selektives Blattherbizid, das über chlorophyllhaltige Pflanzenteile aufgenommen wird. Es wirkt aber nicht nur gegen Unkräuter verschiedenster Natur, sondern leider auch gegen die Nutzpflanzen, die mit dem Mittel in Kontakt kommen. In der Pflanze blockiert das Glyphosat ein spezifisches Enzym, das für die Synthese von aromatischen Aminosäuren zuständig ist.</p>
<p>Außerdem begünstigt die Substanz den Befall mit Wurzelpilzen. Und zuletzt wird die Entwicklung von Knöllchenbakterien eingeschränkt, so dass das Angebot an Mangan und Stickstoff für die betroffene Pflanze deutlich reduziert ist. Dieser ganze Wirkkomplex bedeutet für die betroffene Pflanze den sicheren Untergang.<br />
<span id="more-590"></span></p>
<p>In der Vergangenheit und Gegenwart wurde und wird Glyphosat als umweltfreundlich, ungiftig, sicher oder kurz als „Traum“ verkauft: Das böse Unkraut wird zerschmettert, auf dass das gute Kraut noch besser gedeiht. Und die Konsumenten und Bauern werden vom Einsatz der Chemikalie überhaupt nicht betroffen.</p>
<p>Diese Aussage klingt so toll, dass sie aus einem Marketingbüro stammen könnte.</p>
<p>Dann gibt es da noch die Wissenschaft, die Hand in Hand mit Monsanto damals die Unbedenklichkeit der Substanz nachgewiesen hatte. Kein Wunder also, wenn die Behörden der verschiedenen Länder dieses Zeugs ihren Bauern und Kleingärtnern nicht vorenthalten wollten.</p>
<p>Es regten sich aber die ersten Zweifel, als die Marketingwissenschaft und ihre parteiischen Ergebnisse durch unabhängige Studien widerlegt wurden. Denn dass, was Monsanto als Wissenschaft ausgegeben hatte, waren im Grunde nichts anderes als größtenteils unveröffentlichte Studien aus eigenem Haus, die zu irre positiven Ergebnissen kamen. Und es wurden dann unglücklicherweise immer mehr Studien, die nicht zum gewünschten Monsanto-Ergebnis kamen.</p>
<p><strong>Studien gegen Legoland</strong><br />
Diese Studie (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12765238" target="_blank">The teratogenic potential of the herbicide glyphosate-Roundup in Wistar rats.</a> Dallegrave et al.; Department of Pharmacology, Instituto de Ciências Básicas da Saúde, Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS), Porto Alegre, Brazil) wurde 2003 veröffentlicht. Sie beschreibt den Einfluss von Glyphosat bei schwangeren Ratten auf die Nachkommenschaft. Die Weibchen wurden mit Trinkwasser versorgt, das mit 500, 750 und 1000 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht Glyphosat versetzt war. Sie wurden aber nur vom 6. bis zum 15. Tag der Schwangerschaft der Chemikalie ausgesetzt. Am 21. Tag der Schwangerschaft wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt und die Föten einer Untersuchung unterzogen. Es zeigte sich eine Mortalitätsrate von 50 Prozent bei den Muttertieren bei der Behandlung mit 1000 Milligramm. Bei den Föten wurden Veränderungen in der Skelettstruktur festgestellt und zwar 15,4 Prozent bei der Behandlung mit 500 Milligramm, 33,1 Prozent bei 750 Milligramm und 57,3 Prozent bei 1000 Milligramm. Die Autoren wagten darauf hin zu behaupten, dass Glyphosat-Roundup für schwangere Muttertiere toxisch ist und für die Entwicklung von Skelettveränderungen bei den Föten verantwortlich zu machen ist.</p>
<p>Nur 4 Jahre später veröffentlichten die gleichen Autoren einen „Nachschlag“: Diesmal (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17634926" target="_blank">Pre- and postnatal toxicity of the commercial glyphosate formulation in Wistar rats</a>) ging es nicht um morphologische Veränderungen bei Föten, sondern um die Effekte von Glyphosat auf das weibliche und männliche Fortpflanzungssystem bei Ratten. Die schwangeren Tiere wurden wieder über das Trinkwasser mit Glyphosat versorgt, diesmal deutlich niedriger mit 50, 150 und 450 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Dauer während der Schwangerschaft betrug 21 bis 23 Tage und dann 21 Tage während der Stillzeit der Neugeborenen. Da die Dosierungen nicht mit den Dosierungen korrespondierten, die für den Menschen zutreffen, wurden auch keine toxischen Effekte auf die Muttertiere beobachtet.</p>
<p>Aber sie waren in der Lage, bei den männlichen Nachkommen ungünstige Veränderungen der Sexualorgane zu bewirken. Es zeigte sich eine reduzierte Spermienzahl und -produktion nach Erreichen der Geschlechtsreife. Weiter wurden erhöhte Prozentzahlen an abnormalen Spermien beobachtet und eine dosisabhängige Verminderung von Serumtestosteron während der Pubertät. Bei den weiblichen Nachkommen wurden keine nachteiligen Vorkommnisse beobachtet. Die Autoren schlossen daraus, dass Glyphosat das reproduktive System männlicher Ratten signifikant in der Pubertät und während des Erwachsenenalters beeinträchtigt.</p>
<p>Eine weitere Studie von Carrasco aus dem Jahr 2010, also noch fast ofenfrisch, untersuchte Frösche und Glyphosat (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20695457" target="_blank">Glyphosate-Based Herbicides Produce Teratogenic Effects on Vertebrates by Impairing Retinoic Acid Signaling</a>. Carrasco et al.; Laboratorio de Embriologia Molecular, CONICET-UBA, Facultad de Medicina, Universidad de Buenos Aires, Argentina).</p>
<p>Die Forscher beobachteten bei Frosch- und Hühnerembryos bei der Dosis von 1/5000 eines handelsüblichen Glyphosats eine negative Veränderung von morphologischen Parametern: Verkleinerte Gehirne, neurale Entwicklungsstörungen und Verkleinerung der Anlagen für den optischen Apparat. Weitere detaillierte Veränderungen von Frosch- und Hühnerembryos werden in der Arbeit diskutiert. Auch diese Arbeit zeigt, dass Glyphosat – in diesem Fall nicht zwingend für den Menschen, aber für die Umwelt &#8211; nicht als unbedenklich einzustufen ist.</p>
<p><strong>Eure Wissenschaft, unsere Politik</strong></p>
<p>Nachdem jetzt nachhaltig Hinweise bzw. Beweise eingehen, dass Glyphosat alles andere als ein harmloses Wässerchen ist, das selbige nicht trüben kann, wäre es an der Zeit, auf politischer Ebene und der Gesundheit der Betroffenen zuliebe einige Veränderungen durchzusetzen. Aber das deutsche Ministerium für Verbraucherschutz kam zu vollkommen gegensätzlichen Ergebnissen in ihren Untersuchungen: Für sie stellt sich die Substanz immer noch als ein Idealprodukt dar, dass ohne Einschränkungen eingesetzt werden kann.</p>
<p>Jetzt stellt sich für mich eine Frage: Seit wann sind Politiker in der Lage, wissenschaftliche Erhebungen durchzuführen? Von daher vermute ich jetzt einmal, dass sie Kraft ihres Amtes auf alte Unterlagen zurückgreifen, die ganz klar belegen, dass Glyphosat wunderbar ist. Natürlich bleibt dem Politiker auch hier verborgen, oder er will es einfach nicht sehen, dass diese Unterlagen aus der Monsanto eigenen Produktion stammen. Und die werden einen Teufel tun, ihr eigenes Produkt zu zerreißen. Aber auf das Thema: „Monsanto und Wissenschaft“ komme ich gleich noch kurz zurück.</p>
<p>Ersteinmal habe ich hier noch ein Video bei dem es um &#8220;Roundup&#8221; und das Versagen deutscher Zulassungsbehörden geht. Die Sendung „Kontraste“ stellt darüber hinaus einen Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung vor. Demnach ist möglicherweise der Chemikaliencocktail für die bei Landwirten auftretenden Haut- und Lungenerkrankungen verantwortlich&#8230;</p>
<p><object width="500" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8h6X5RjPkTI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="500" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/8h6X5RjPkTI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Obwohl man es gerne möchte &#8211; aber diese unangenehmen Studien, die zur Schädlichkeit von Glyphosat veröffentlicht werden, kann man auf die Dauer dann doch nicht ignorieren. Die EU-Kommission selbst schaffte es dann doch, dies alles geschickt zu umgehen, indem sie sich auf einen Bericht aus Deutschland bezog. Und dies ist der oben erwähnte Bericht des deutschen Ministeriums für Verbraucherschutz. Aber warum sollte es bei uns auch anders sein als in den Vereinigten Staaten, wo bereits <a href="http://renegraeber.de/blog/gentechnik-lobbyisten-als-obamas-berater/">Gentechnik-Lobbyisten als Obamas Berater</a> tätig sind? Ich hatte ja zu diesem Thema bereits den einen oder anderen <a href="http://renegraeber.de/blog/offener-brief-an-das-verbraucherschutzministerium/">offenen Brief an das Verbraucherschutzministerium</a> geschrieben, aber raten Sie mal? Genau, keine Antwort.</p>
<p><strong>Es passiert etwas! Aber wann?</strong></p>
<p>Angesichts dieser Kluft zwischen alten Wissenschaftsmärchen von Monsanto und den neuen Ergebnissen unabhängiger Wissenschaftler versprach man so was wie eine neue Risikobeurteilung. Gesagt, getan, die Kommission wurde dann auch sofort aktiv und verschob die Untersuchung über schädliche Wirkungen auf 2015.</p>
<p>Prima! So mach ich das auch immer. Immer wenn bei meinem Auto die Bremsen versagen, dann verschiebe ich die Inspektion bis nach Weihnachten. Denn in der Bedienungsanleitung des Autoherstellers steht, dass das Fahrzeug mit tadellosen Bremsen ausgeliefert wurde. Und der muss es doch schließlich wissen, oder?</p>
<p>Aber es kommt dann noch toller: Nachdem man nun schon seit Anfang der 90er Jahre von den möglichen toxischen, genschädigenden usw. Wirkungen von Glyphosat weiß, kann es gut möglich sein, dass man diesen Zustand sogar bis 2030 pflegen möchte. Denn vielleicht wissen diese Politiker doch irgendwie, dass die Mosanto-wissenschaftliche Argumentationsbasis für das Produkt auf hauchdünnem Eis steht. Um hier nicht einzubrechen, versucht man Zeit zu schinden und das Eis erst gar nicht zu betreten, und je länger, desto besser.</p>
<p>Damit haben Monsanto und Co allen Grund aufzuatmen. Ihre Lobbyarbeit hat sich bezahlt gemacht. Und der deutsche Normalverbraucher und Steuerzahler zahlt immer mehr Steuern, von denen Politiker, die sie in die Pfanne hauen, großzügig monatliche Diäten erhalten. Wer hier noch glaubt, dass diese Leute um die Gesundheit der Bevölkerung besorgt sind, sollte nach Legoland auswandern.</p>
<p><strong>Monsanto-Spitzen</strong></p>
<p>Es ist nicht nur bekannt, dass Monsanto seine eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse fälscht. Sie machen auch kriminelle Werbung für ihr Gift. So wurden sie 1996 vom New Yorker Staatsanwalt strafrechtlich verfolgt, da sie bewusst irreführende Werbeaussagen zu ihren Produkten gemacht hatten. In Frankreich wurden sie 2007 verurteilt, da sie in der Werbung behaupteten, dass Glyphosat umweltfreundlich sei und biologisch abbaubar.</p>
<p>Wenn man aber jetzt glaubt, dass in Sachen Märchenstunde keine Steigerung mehr möglich ist, dann kennt man die Inspiration von Monsanto noch nicht. Denn die behaupteten zudem, dass Roundup nach Gebrauch den Boden sauber zurück lässt. Umweltschützer und Verbraucherschützer brachten 2001 den Fall vor das französische Gericht mit der Begründung, dass Glyphosat ein gefährliches Umweltgift ist und besonders giftig für im Wasser lebende Organismen. Monsanto wurde zur Zahlung von 15,000 Euro verurteilt (<a href="http://www.organicconsumers.org/articles/article_4114.cfm" target="_blank">http://www.organicconsumers.org/articles/article_4114.cfm</a>).</p>
<p>In Sachen Pseudowissenschaft hat es Monsanto zu hohem Ansehen gebracht. So wurden ihre „Wissenschaftler“ bei 2 Gelegenheiten überführt, als sie bewusst Testergebnisse zu Glyphosat aus angeheuerten Vertragslabors fälschten.</p>
<p>Im ersten Fall handelte es sich um das Industrial Biotest Labor (IBT). Hier berichtete ein Mitarbeiter der amerikanischen Umweltbehörde von routinemäßigen Fälschungen. Aberwitzig wird es dann, wenn man in den gefälschten Reports zu lesen bekommt, dass man mit Proben aus dem „Uterus von männlichen Hasen“ gearbeitet hatte. Da hat wohl einer damals in Biologie nicht aufgepasst oder er hält den Rest der Welt für so blöd, dass die nicht Männchen und Weibchen auseinander halten können. Für die wäre Glyphosat gerade richtig.</p>
<p>Im zweiten Fall ging es um gefälschte Wissenschaft in den Craven Labors. 1991 wurden der Besitzer und 3 Angestellte schuldig befunden, an 20 Kapitalverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Der Besitzer des Labors wurde zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt und musste 50.000 Dollar zahlen. Das Labor wurde zu einer Zahlung von 15,5 Millionen Dollar verurteilt. Dieses Labor hatte für eine Reihe von Pestizidherstellern Studien durchgeführt, einschließliche Monsanto. (http://en.wikipedia.org/wiki/Glyphosate#cite_ref-88)</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ich frage mich, was muss noch passieren, damit die Welt aufwacht und erkennt, dass männliche Hasen keinen Uterus haben. Auch Männer haben keinen Uterus, werden aber doch in jungen Jahren gegen HPV geimpft. Wird hier heuchlerisch die Gesundheit der (männlichen) Bevölkerung ins Fadenkreuz geschoben, damit man noch mehr Kasse macht? Ähnlich wie beim &#8220;Impfseren-Umsatz&#8221; (Beispiel <a href="http://renegraeber.de/blog/tag/schweinegrippe/">Schweinegrippe</a> oder Gebärmutterhalskrebs-Impfung).</p>
<p>Und dort, beim Glyphosat: Ist es nicht mehr als deutlich, dass es gar nicht um die Gesundheit geht? Warum können sich Firmen wie Monsanto scheinbar die tollsten &#8220;Klopfer&#8221; leisten, für die man &#8220;Otto Normalverbraucher&#8221; vielleicht in die Irrenanstalt (Verzeihung: in die Psychatrie) oder ins Gefängnis stecken würde?</p>
<p>Und so sehe ich es auch als tollen Klopfer an, wenn man den Einsatz von Substanzen wie Glyphosat uneingeschränkt unterstützt und fördert, und damit Leben und Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel setzt. Auf der anderen Seite aber werden von Seiten der gleichen Behörden und Politiker heuchlerisch besorgte Mienen kamerawirksam aufgesetzt, wenn ein paar E. coli Bakterien aus dem Ruder laufen&#8230; (siehe mein Beitrag zum <a href="http://naturheilt.com/blog/ehec-heckmeck/">EHEC &#8211; Heckmeck</a>). Sind denn die EHEC-Toxine so viel giftiger als das Glyphosat?<br />
<a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-88" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/Genetchnik_470px.jpg" alt="" width="470" height="198" /></a></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frenegraeber.de%2Fblog%2Fpolitiker-entdecken-herbizide-sind-doch-gesund%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		<title>Die Genetik und der medizinische Fortschritt</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/die-genetik-und-der-medizinische-fortschritt/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 08:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie so häufig wird das Wohl und Übel der Menschheit in Abhängigkeit gesetzt von der Allmacht der Wissenschaft und deren der Natur überlegenen Wirkweisen. So wurde dann auch vollmundig vor 10 Jahren verkündet, dass die Genetik spätestens heute, also nach 10 Jahren, in der Lage sein werde, alle Gen-Codes zu entschlüsseln, die entsprechenden Erbkrankheiten vollständig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie so häufig wird das Wohl und Übel der Menschheit in Abhängigkeit gesetzt von der Allmacht der Wissenschaft und deren der Natur überlegenen Wirkweisen. So wurde dann auch vollmundig vor 10 Jahren verkündet, dass die Genetik spätestens heute, also nach 10 Jahren, in der Lage sein werde, alle Gen-Codes zu entschlüsseln, die entsprechenden Erbkrankheiten vollständig zu verstehen und die entsprechenden Therapien anzubieten.</p>
<p>Politiker der 90er Jahre (u.a. Bill Clinton) und zahlreiche Wissenschaftler waren sich einig: Das Gesundheitswesen von 2010 wird mit dem von 2000 kaum noch etwas gemeinsam haben &#8211; Dank der „genetischen Revolution“. Die Ernsthaftigkeit dieses Optimismus wurde dann durch einen 3 Milliarden Dollar Einsatz unterstrichen. <span id="more-464"></span></p>
<p>Heute im Jahr 2011 nach über 10 Jahren lässt sich rückblickend sagen, dass man von der Gen-Code-Entschlüsselung weiter entfernt ist als die Erde vom Mond. Eine Therapierbarkeit von Erbkrankheiten ist soweit entfernt wie die Milchstraße.</p>
<p>Pharmazeutische Firmen und Saatgut-Hersteller, wie <a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-der-konzern-mit-der-lizenz-zum-herrschen/">Monsanto</a>, haben zwar mit Genmanipulationen gearbeitet, was aber nicht immer den Erfolg gebracht hat, den man sich gewünscht hat. <strong>Der Optimismus, dass alles einfach aufzuschlüsseln sei, musste der realistischeren und ernüchternden Erkenntnis Platz machen, dass die Genetik der Lebewesen, gleichgültig ob Pflanzen, Insekten oder Menschen, ein kompliziertes Informationsgebilde ist, wo die unbekannten Größen schwerer wiegen als das, was bis heute bekannt ist. </strong></p>
<p>Zum 10. Geburtstag der optimistischen Proklamation veröffentlichten jetzt eine Reihe von Zeitschriften und Zeitungen, wie die New York Times und die JAMA, Artikel, in denen sie Bilanz zogen. Auch hier war das Resumé eher ernüchternd.</p>
<p>Diese Situation wird auch deutlich in einer Bostoner Studie, die versuchte, anhand von <a href="http://jama.ama-assn.org/content/303/20/2032.1.extract">101 bekannten genetischen Konstellationen das Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen</a> zu bestimmen. Die Wissenschaftler gingen immer davon aus, dass bestimmte genetische Konstellationen dazu beitrügen, dass Herr X eine Herz-Kreislauf-Erkrankung kontraktierte, Herr Y von nebenan dagegen nicht (sondern vielleicht eine andere Krankheit). So würde das Wissen um diese Konstellationen eine fast prophetische Kompetenz zukommen.</p>
<p>Untersucht wurden nun über 19.000 weiße Frauen über 12 Jahre hinweg, die auf <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/herzkrankheiten/herzinfarkt.html">Herzinfarkt</a>, <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/gefaesserkrankung/apoplex-schlaganfall.html">Schlaganfall</a> und kardiovaskulärer Tod beobachtet wurden. Nach diesen 12 Jahren gab es 777 kardiovaskuläre &#8220;Episoden&#8221;, was sich letztlich als völlig unzureichend für einen Vorhersagewert gezeigt hat. Der postulierte genetische Risikowert und die tatsächlichen Ereignisse waren in keiner Weise miteinander assoziiert und damit der Aussagewert der genetischen Indikatoren so gut wie Null.</p>
<p>Das soll aber nun nicht heißen, dass die Genetik keinen Schuss Pulver wert sei. Es ist nicht die Schuld der Genetik, wenn sie falsch zum Einsatz kommt. <strong>Es lässt sich auch nicht aus diesen Ergebnissen unbedingt ableiten, dass es überhaupt keine genetischen Einflüsse auf die Ausbildungen von Erkrankungen gibt.</strong> Die altbewährten Familienanamnesen zeigen hier nicht nur ein viel verlässlicheres Bild mit einer deutlich höheren Aussagekraft in Bezug auf das genetische Risiko, sondern sind auch in der Lage, ihre Verlässlichkeit in Studien zu untermauern.</p>
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		<title>Unser täglich Gift &#8211; Dokumentation zur Lebensmitteltechnologie</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 13:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Antibiotika in Fleisch und Fisch, Pestizidrückstände in Obst und Gemüse, überall Farbstoffe, Weichmacher und Geschmacksverstärker. Unsere Lebensmittel sind vollgepumpt mit chemischen Zusatzstoffen &#8211; oftmals mehr, als dem Einzelnen vielleicht bewusst ist. Heute Abend wird um 20:15 Uhr beim deutschfranzösischen Kultursender ARTE die Dokumentation &#8220;Unser Täglich Gift&#8221; gezeigt, die ich meinen Lesern ausdrücklich ans Herz legen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Antibiotika in Fleisch und Fisch, Pestizidrückstände in Obst und Gemüse, überall Farbstoffe, Weichmacher und Geschmacksverstärker. Unsere Lebensmittel sind vollgepumpt mit chemischen Zusatzstoffen &#8211; oftmals mehr, als dem Einzelnen vielleicht bewusst ist.</p>
<p>Heute Abend wird um 20:15 Uhr beim deutschfranzösischen  Kultursender ARTE die Dokumentation &#8220;Unser Täglich Gift&#8221; gezeigt, die ich meinen Lesern ausdrücklich ans Herz legen möchte.</p>
<p><span id="more-461"></span>Die Dokumentarfilmerin Marie Monique Robin hat sich bereits mit dem Film «Monsanto &#8211; mit Gift und Genen» einen Namen gemacht, sie recherchiert engagiert und gründlich, wenn sie sich ersteinmal in ein Thema &#8220;verbissen&#8221; hat. Monsanto ist ein Konzern, über den ich ebenfalls schon einiges zusammengetragen habe: &#8220;<a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-ein-gentechnik-konzern-auser-kontrolle/">Monsanto &#8211; ein Gentechnik-Konzern außer Kontrolle?</a>&#8221;</p>
<p>Nun hat sich Robin das tägliche Geschäft der Lebensmittelindustrie genauer angesehen und versucht für sich und den Zuschauer, einige Fragen rund um unsere täglich verwendeten Lebensmittel und ihren chemischen Inhaltsstoffen zu klären.</p>
<p>Welche Zulassungsvoraussetzungen müssen sie erfüllen?<br />
Werden sie sorgfältig getestet?<br />
Gibt es eine Verbindung zwischen den zugelassenen chemischen Stoffen in unseren Lebensmitteln und Krankheiten wie Krebs, Schädigungen des Nervensystems oder Unfruchtbarkeit?</p>
<p>In ihrem neuen Film sucht Marie Monique Robin in der ganzen Welt nach Antworten auf diese Fragen. Sie kämpft sich durch undurchsichtige Laborberichte, befragt Wissenschaftler und Verantwortliche in Ministerien und Zulassungsbehörden und bringt ans Licht, was uns die Lebensmittelindustrie tagtäglich unsichtbar serviert.</p>
<p>ARTE hat um den Film herum eine sehenswerte Internetseite mit Hintergrundinformationen sowie Interview-Videos mit Marie Monique Robin aufgebaut, die sich wirklich anzuschauen lohnt: <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Unser-taeglich-Gift/3673748.html" target="_blank">ARTE &#8211; Unser täglich Gift</a></p>
<p>Alle Ausstrahlungsdaten:<br />
Dienstag 15. März 2011 um 20.15 Uhr<br />
Freitag 18. März um 10.10 Uhr (Wiederholung)<br />
Samstag 26. März um 14.30 Uhr (Wiederholung)</p>
<p>Seit dem 11. März ist &#8220;Unser täglich Gift&#8221; auch auf DVD erschienen.</p>
<p><strong>Auch ich habe in diesem Sektor bereits recherchiert:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://renegraeber.de/blog/die-gruene-gentechnik-luege/">Die grüne Gentechnik-Lüge</a></li>
<li><a href="http://renegraeber.de/blog/patent-auf-schweine/">Eine Firma, die Patente auf Schweine beantragt</a></li>
<li><a href="http://renegraeber.de/blog/entscheidung-gentechnikgesetz/">Entscheidung Gentechnikgesetz</a></li>
<li><a href="http://renegraeber.de/blog/tag/monsanto/">Weitere Artikel über den Konzern Monsanto</a></li>
<li>Ebenfalls sehenswert: <a href="http://www.yamedo.de/blog/food-inc-was-essen-wir-wirklich-2011/" target="_blank">Food Inc. &#8211; Was essen wir wirklich?</a></li>
</ul>
<p><a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-88" src="http://renegraeber.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/Genetchnik_470px.jpg" alt="" width="470" height="198" /></a></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frenegraeber.de%2Fblog%2Funser-taeglich-gift-dokumentation-lebensmitteltechnologie%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Politiker in der Pharmaindustrie &#8211; Das falsche Spiel mit den Patienten</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/politiker-in-der-pharmaindustrie/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 16:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmakartell]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tamiflu]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: Zwischen gewissenhafter Forschung und geschickter Manipulation Gut erforschte Medikamente, die gegen Krankheiten wirklich helfen und dabei so wenige Nebenwirkungen wie möglich haben – das wünschen wir Verbraucher uns von den Pharmakonzernen. Die Chancen scheinen gut zu stehen, denn auf dem Markt erscheinen immer neue Arzneimittel und Patente für innovative Biotechnologien. Von allen Erwerbstätigen waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oder: Zwischen gewissenhafter Forschung und geschickter Manipulation</strong></p>
<p>Gut erforschte <a href="http://www.naturheilt.com/medikamente/">Medikamente</a>, die gegen Krankheiten wirklich helfen und dabei so wenige Nebenwirkungen wie möglich haben – das wünschen wir Verbraucher uns von den Pharmakonzernen. Die Chancen scheinen gut zu stehen, denn auf dem Markt erscheinen immer neue Arzneimittel und Patente für innovative Biotechnologien. Von allen Erwerbstätigen waren im Jahr 2007 sechs Prozent im Wirtschaftszweig „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ beschäftigt. <strong>Hochqualifizierte Wissenschaftler bescheren der deutschen Pharmaindustrie Umsätze in Milliardenhöhe.</strong></p>
<p>Doch noch weit mehr Geld als für die Entwicklung neuer Medikamente gibt die Pharmaindustrie für die Vermarktung ihrer Produkte aus. <strong>So betragen, laut den kanadischen Forschern Marc-André Gagnon und Joel Lexchin, die Kosten für die Herstellung von Arzneimitteln in den USA nur der Hälfte von dem Geld, das die Konzerne in Werbung, PR und Lobbyarbeit stecken. </strong>Dabei sind es nicht nur Werbespots in TV und Zeitschriften, sondern auch die kostenlosen Proben die uns Apotheker und Ärzte mitgeben, um uns Patienten von der Güte eines Produkts zu überzeugen. <strong>Pharmakonzerne richten Websites für Selbsthilfegruppen ein, sponsern deren Treffen und manipulieren die Organisationen, um ihre Medikamente gewinnbringend auf den Markt zu bringen.</strong></p>
<p><span id="more-438"></span>Aber nicht nur wir Endverbraucher werden eher durch gezielte Werbemaßnahmen als durch wirkliche Erfolgsmeldungen von den Arzneistoffen überzeugt.<strong> Auch die Ärzte und Politiker hat die Pharmaindustrie gut im Griff: So werden Mediziner in regelmäßigen Abständen von sympathischen und überzeugungsstarken Pharmareferenten besucht, die ihnen die neuesten und besten Produkte ihres Unternehmens vorstellen.</strong> Sie glänzen gleichzeitig durch Fachwissen und Verkaufstalent, sind kommunikativ und einfühlsam. Sie beraten die Ärzte und stellen ihnen Neuerungen vor – immer im Sinne ihres Unternehmens, versteht sich.</p>
<p>Mehrmals jährlich laden die Konzerne Mediziner zu Konferenzen und Fortbildungen ein, auf denen Hersteller, aber auch praktizierende Ärzte und Professoren von ihren Erfahrungen mit den jeweiligen Medikamenten berichten, natürlich gegen eine angemessene Bezahlung durch den Hersteller. <strong>Die Frage, wie neutral oder gar kritisch diese Berichte dann wirklich sein können, erübrigt sich von selbst. </strong>Aber nicht nur die Referenten auf solchen Kongressen bekommen gutes Geld für ihre Arbeit. Auch die Zuhörerschaft erhielt jahrelang neben den Reisekosten auch einen mehrtägigen Aufenthalt im Luxushotel – alle Wellnessangebote, kulinarische Leckerbissen und wertvolle Geschenke inklusive.</p>
<p><strong>Um aber den faden Beigeschmack der Bestechung loszuwerden, gibt es seit 2004 in Deutschland den Verein „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA)“, womit die Pharmakonzerne dem von Seiten der Politik geforderten Korruptionsbeauftragten zuvorkamen.</strong> Alle Mitglieder verpflichten sich einem Kodex und erhalten bei Nichteinhaltung Strafen bis zu 250.000 Euro. Dies wiederum führte unweigerlich zu einem drastischen Buchungsrückgang in Fünf-Sterne-Hotels. Im Berliner InterConti beispielsweise entfallen von den 140.000 Übernachtungen 60.000 auf Kongressteilnehmer, so der Direktor des Hotels, Willy Weiland, gegenüber der Berliner Morgenpost.</p>
<p>Um weiterhin die Gäste der Pharmakonzerne begrüßen zu dürfen, haben jetzt fünf der insgesamt 18 Berliner Luxus-Häuser sogar ihre Sterne zurückgegeben – Preise und Angebot bleiben zwar, aber die Hotels fallen nicht mehr unter die vom FSA ungeliebten Kategorien „Luxusherbergen“. Ob dadurch die Pharmakongresse und die reich beschenkten Ärzte zurückgeholt werden können, bleibt abzuwarten. Fest steht jedenfalls, dass ein Mediziner, der durch freundlich-kompetente Pharmareferenten, gute Angebote und kleine Aufrichtigkeiten manipuliert wird, Arzneimittel nicht unbedingt NUR nach dem Optimum für den Patienten auswählt.</p>
<p><strong>Genau ebenso wichtig wie das gute Verhältnis zu Ärzten und Apothekern ist für die Pharmakonzerne aber die Verbindung zu Politikern und Entscheidungsträgern. </strong>Lobbyveranstaltungen, kollegiale Kontakte, aber auch undurchsichtige Verbindungen zu Gesundheitsministerien und Parteien sind immer dann von sehr großem Vorteil, wenn wichtige Neuerungen im Gesundheitswesen anstehen, gerade entwickelte Arzneimittel und Biotechnologien auf den Markt kommen sollen oder es darum geht, sich sonstige wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. <strong>Während die Ärzte – zumindest teilweise – mit den Fakten der Forschungsergebnisse gewonnen werden müssen, steht in der Politik eine gute Argumentation und Überzeugungskraft noch stärker im Vordergrund.</strong></p>
<p>Politiker sind nun mal nicht vom Fach, und so erklärt sich von selbst, dass sie sich mehr für eine gut vorgetragene Rede über mögliche zusätzliche Arbeitsplätze und Steuereinnahmen durch einen Pharmakonzern interessieren als für detaillierte Beschreibung der Arzneien selber. <strong>Eben weil sich die Politiker auf dem Gebiet nicht auskennen, fragen sie dann auch selber bei den ihnen vertrauten Lobbyisten nach, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. </strong>Und diese können dann, gut vorgetragen, die Interessen ihrer eigenen Auftraggeber leicht durchsetzen.</p>
<p>Daher erstaunt es auch nicht, dass es sich bei den Interessenvertretern oft um sehr gute Rhetoriker handelt. <strong>Während Pharmareferenten nämlich normalerweise ein abgeschlossenes Studium im Bereich Medizin, Pharmazie, Tiermedizin, Biologie oder Chemie vorweisen, haben Lobbyisten ihre Karriere nicht selten selber als Politiker begonnen, um dann irgendwann die Seite zu wechseln</strong>. Denn wer Politiker überzeugen möchte, der muss sich in dem Metier auskennen, muss Hintergründe und Verflechtungen der Ministerien durchschauen und auf Augenhöhe mit den Parlamentariern debattieren.</p>
<p>Doch wie kann man sich besser zu Vertrauten der Politiker machen, als sich mit den Leitern der Ministerien und Bundestagsabgeordneten in einer gemütlichen und vertraulichen Runde zu treffen. <strong>Dem ZDF-Magazin Frontal21 wurden die Dreharbeiten einer luxuriösen Bootsfahrt polizeilich untersagt, zu der der Verband forschender Arzneimittelhersteller e. V. (vfa) die höchsten Vertreter unseres Landes in Berlin eingeladen hatte.</strong> Denn man will unter sich sein, ohne dabei den Verdacht der Bestechlichkeit, Vetternwirtschaft und Korruption zu erwecken, aber wohl noch dringlicher, um die geheimen Abmachungen und Verstrickungen nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen  (vgl. die Sendung Frontal21: Pharmamafia – Selbstmord durch Antidepressiva, s.u.)</p>
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<p>Cornelia Yser, die zu diesem Treffen einlud, war vormals angesehene CDU-Abgeordnete und Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie war Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Frauen und Jugend, später im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie. Aus diesem Amt verabschiedete sie sich 1997, um Hauptgeschäftsführerin des vfa zu werden. Sie gilt heute als mächtigste Pharmalobbyistin Deutschlands. Sie ist kein Einzelfall. <strong>Erschreckend hoch ist die Anzahl der ehemaligen hohen Politiker, die heute als Interessenvertreter der Pharmaindustrie in Erscheinung treten.</strong></p>
<ul>
<li>Die frühere Grünen-Politikerin Andrea Fischer beispielsweise, die selbst drei Jahre lang Bundesministerin für Gesundheit war und sich damals immer wieder mit den Größen der Pharmaindustrie anlegte, ist heute ebenfalls Publizistin und Lobbyistin der Pharmagiganten: Eine 180-Grad-Drehung von der Ökoaktivistin zur profitgierigen Gegenseite. Für Geld wirft man gerne einmal kurzerhand seine lang gehegten Ideale über Bord!</li>
<li>Der CDU-Politiker Horst Teltschik war Vize-Kanzleramtschef, heute ist er Mitglied im Verwaltungsrat des Pharmariesen Roche. Als Lobbyist bezeichnet er sich selber nicht sehr gerne, zu schlecht ist das Image dieses Berufsstandes. Wie gerne und gedankenlos Politiker die Seiten wechseln, zeigte er schon 2003 eindrucksvoll. Damals war er nicht nur Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, sondern gleichzeitig „President Boeing Deutschland“ bei dem amerikanischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern. Interessenkonflikte sah Teltschik, im Gegensatz zur breiten Öffentlichkeit, darin überhaupt nicht.</li>
<li>Hermann Hofmann, ehemaliger Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, leitet nun die Kommunikation von Sandoz, einem Hersteller von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln. Peter Schmidt war gesundheitspolitischer Referent für die SPD-Bundestagsfraktion und Abteilungsleiter im „Prüfdienst Krankenversicherung“. Jetzt ist er Geschäftsführer des Arzneimittelverbands Pro Generika e.V..</li>
</ul>
<p>Die Liste der in die Industrie gewechselten Politiker ist beliebig weiterzuführen – in Deutschland ebenso wie in den USA, Großbritannien und anderen marktführenden Staaten. <strong>Alleine aus der Schröder-Regierung wechselten mindestens zwölf Parlamentarier zu den Lobbyisten, allerdings nicht allein in die Pharmaindustrie, sondern auch in andere profitable Branchen.</strong> Ebenso wechseln auch immer wieder Größen der Pharmaindustrie in politische Bereiche, um die Interessen der Industrie noch besser durchsetzen zu können.</p>
<p><strong>Amerikanische und britische Experten schätzen, laut der linksliberalen Wochenzeitung &#8220;der Freitag&#8221;, dass im Gesundheitssektor zwischen drei und zehn Prozent der Ausgaben für Betrug, Missbrauch und Korruption draufgehen.</strong> Wundert es da, dass immer mehr Kritiker von Mafia-ähnlichen Methoden reden? Müssen wir nicht jedes neue Medikament kritisch betrachten, wenn wir wissen, dass die Zulassung möglicherweise auf Korruption, Redegewandtheit und alte Parteifreundschaften zurückzuführen ist? Können wir Politikern Glauben schenken, die uns beispielsweise suggerieren, die Schweinegrippe-Epidemie werde sich zum Herbst hin noch einmal drastisch verschlimmern – und für diese Panikmache möglicherweise von den Konzernen kleine Aufmerksamkeiten erhalten?</p>
<p>Während die Parlamentarier uns auf der einen Seite erzählen, wie sicher und frei von Nebenwirkungen die Impfung sei, bekommen sie selber einen besser verträglichen Impfstoff. Und nicht nur das: Wenn neue Produkte auf den Markt kommen, werden sie durch Zulassungsstellen geprüft. <strong>Die international tätige US-Arzneimittelbehörde FDA wird aber zur Hälfte von der Pharmaindustrie finanziert, die europäische Zulassungsbehörde EMEA sogar zu zwei Dritteln</strong> (vgl. Weiss H.: Korrupte Medizin: Ärzte als Komplizen der Konzerne; 2008; Kiepenheuer &amp; Witsch). Auf dieser Basis ist ein neutrales Gutachten kaum zu erwarten. Denn wenn es um wirtschaftlichen Erfolg und Macht geht, bleiben die Sicherheit und das Wohl der Patienten oft auf der Strecke.</p>
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		<title>Wenn die Pharmaindustrie zum Doktor muss</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/pharmaindustrie-beim-doktor/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 14:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[gekaufte Ärzte]]></category>
		<category><![CDATA[Mietmaul]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmakartell]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sprach neulich mit einem Arzt, der sich fürchterlich aufgeregt hatte. Worüber? Da hat es einen Kollegen gegeben, der von einem Interessensverband von Eltern von impfgeschädigten Kindern bezahlt worden sei, mit dem Ziel zu behaupten, dass Autismus und Impfung in einem kausalen Zusammenhang stehen (darüber hatte ich auch in meinem Artikel: &#8220;Autismus durch Impfung?&#8221; berichtet). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sprach neulich mit einem Arzt, der sich fürchterlich aufgeregt hatte.</p>
<p><strong>Worüber?</strong></p>
<p>Da hat es einen Kollegen gegeben, der von einem Interessensverband von Eltern von impfgeschädigten Kindern bezahlt worden sei, mit dem Ziel zu behaupten, dass Autismus und Impfung in einem kausalen Zusammenhang stehen (darüber hatte ich auch in meinem Artikel: &#8220;<a href="http://www.naturheilt.com/medikamentenskandal/autismus-durch-impfung.html">Autismus durch Impfung?</a>&#8221; berichtet).</p>
<p>Fröhlich berichtete er mir, dass dieser Schandfleck von Kollege darob aus dem Olymp der Halbgötter-in-Weiß ausgestoßen wurde, und von nun an sein Leben als Gemeiner unter Gemeinen zu verbringen hat.</p>
<p><strong>Interessant! <span id="more-426"></span></strong>Wenn ich also Geld für Vorträge annehme, das von Quellen kommt, die irgendwelche Interessen zum Ausdruck bringen wollen, dann bin ich nicht würdig als integerer Mediziner angesehen zu werden. Das klingt im ersten Moment wirklich paradiesisch und danach, dass Mediziner im Normalfall unbestechliche Helfer zur Erhaltung der Gesundheit sind. Wie schön!</p>
<p><strong>Die tägliche Praxis in der fortschrittlichen industrialisierten Welt im medizinisch-pharmamarketologischen Bereich sieht jedoch so aus:</strong> Es gibt eine ganze Heerschar von Medizinern, die die neuesten Errungenschaften der Pharmaindustrie zum Besten gibt. Und diese Mediziner kommen offensichtlich nicht von der Wohlfahrt, denn sie verdienen, wie <a href="http://www.propublica.org/article/profiles-of-the-top-earners-in-dollar-for-docs">ProPublica</a> in Erfahrung bringen konnte, in den USA selten unter 200.000 Dollar im Jahr.</p>
<p>Da fragt man sich, warum diese Mediziner nicht sofort aus dem Olymp rausgeschmissen werden wie der bedauernswerte Kollege, der sich gegen die Impfungen ausgesprochen hatte und dafür (angeblich) bezahlt worden ist?</p>
<p><strong>Die Antwort ist verblüffend einfach: Es ist nicht die Bezahlung, die zählt, sondern auf wessen Seite ich stehe.</strong> Wenn ich auf der falschen Seite stehe, wird mir heuchlerisch die Bezahlung zum Verhängnis, während die, die auf der richtigen Seite stehen, mit Geld erschlagen werden, ohne dass ein Hahn danach kräht.</p>
<p>Unter den integeren und ehrlichen Ärzten, von denen es immer noch reichlich gibt, werden solche pharmakoisierten Kollegen zuweilen auch „Mietmäuler“ genannt. Sie sind Automaten, die auf Knopfdruck bzw. nach Scheckeinwurf alles das sagen, was der Zahlende erzählt haben will. <strong>Der Unterschied zwischen einem guten und einem nicht so guten Mietmaul ist, ob es vom Blatt abliest oder ob es so schauspielern kann, dass jeder Zuhörer glaubt, dass der Vortragende selber davon überzeugt ist.</strong></p>
<p>Was auch immer, es handelt sich auf jeden Fall um medizinisches Hollywood. &#8220;Wes Brot ich ess,  des Lied ich sing&#8221; &#8211; ein Spruch, der nicht extra für diesen Sachverhalt erfunden worden ist.</p>
<p>Aber gehen wir doch mal in die USA: Hier findet man unter den Mietmäulern „big-time“ Spezialisten und solche, die keiner kennt, die sich aber durch ihre Vortragstätigkeit einen Namen machen (wollen). Und da ist der Andrang nicht gerade mittelmäßig. <strong>Es gibt, laut ProPublica, allein 43 Ärzte, die mehr als die oben erwähnten 200.000 Dollar im Jahr verdienen, und das neben ihrer Tätigkeit als Arzt, was nun wirklich alles andere als ein Taschengeld ist. </strong></p>
<p>Die Firmen, die sich um die Mietmäuler reißen, sind Firmen wie GlaxoSmithKline, AstraZeneca, Eli Lilly and Co., Pfizer, Cephalon, Merck &amp; Co. and Johnson &amp; Johnson, also mit einigen alten Bekannten aus der deutschen Pharmalandschaft.</p>
<p><strong>Aber nach welchen Kriterien werden diese Hollywood-Stars der Pharmaindustrie ausgesucht?</strong></p>
<p>Weniger als die Hälfte sind Beauftragte von akademisch-medizinischen Zentren oder haben einen Ruf als bekannte Meinungsbildner in ihrem Spezialfach. Der Rest ist ein Sammelsurium von Ärzten mit praktisch nicht vorhandenem Bekanntheitsgrad, obwohl es im Zeitalter des Internets eine Reihe von Möglichkeiten für Ärzte gibt, sich mit Rat und Tat auf Webseiten, Blogs, Foren etc. einen (zumindest) bescheidenen Namen zu machen. Aber auch hier Fehlanzeige. . .</p>
<p><strong>Elf der 43 amerikanischen Ärzte hatten eine „board certification“ (Facharzt) in den begrenzten Bereichen der <a href="http://www.yamedo.de/krankheiten/stoffwechselerkrankungen/">Endokrinologie</a>,  was ein Tummelplatz für die Pharmaindustrie ist, da hier der Milliardenmarkt für Diabetes und andere Erkrankungen ist.</strong> Die nächst größere Gruppe von Ärzten, acht an der Zahl,  haben keinerlei Fachkompetenz, obwohl sie über spezifische Erkrankungen und Behandlungen referieren.</p>
<p><strong>Nur drei der amerikanischen Mietmäuler sind Frauen, alles Endokrinologen.</strong> Und mehr als die Hälfte mietmault für zwei oder drei Pharmafirmen zur gleichen Zeit. Aber es gibt auch solche, die gleich für fünf verschiedene Firmen plappern.</p>
<p><strong>Aber ist es in Deutschland ganz anders? </strong></p>
<p>Wer das glaubt, der ist gut beraten, auch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen zu glauben. Oder aber an den Klapperstorch, der die Kinder bringt, da bei seiner Rückkehr aus dem warmen Süden sich auch die Geburtenrate statistisch signifikant erhöht&#8230;</p>
<p><strong>Mehr zum Thema habe ich bereits in zahlreichen Artikel geschrieben:</strong></p>
<p><a href="http://naturheilt.com/blog/tag/pharmaindustrie/" target="_blank">http://naturheilt.com/blog/tag/pharmaindustrie/</a></p>
<p><a href="http://naturheilt.com/blog/tag/medikamentenskandale/" target="_blank">http://naturheilt.com/blog/tag/medikamentenskandale/</a></p>
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		<item>
		<title>Illegal: Genmais auf deutschen Äckern</title>
		<link>http://renegraeber.de/blog/illegaler-genmais-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 13:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Gräber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Genfood]]></category>
		<category><![CDATA[Genmais]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[NK603]]></category>
		<category><![CDATA[Pioneer]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist der Anbau von NK603 in Europa verboten, denn der Mais mit diesem Namen ist gentechnisch verändert. Dennoch gelangte er nun unter gängiges Saatgut und wurde in sieben Bundesländern ausgesät. Und das, obwohl routinemäßig Proben entnommen und im Labor auf Verunreinigungen untersucht wurden. Allerdings dauerte es in diesem Fall im Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen statt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist der Anbau von NK603 in Europa verboten, denn der Mais mit diesem Namen ist gentechnisch verändert. Dennoch gelangte er nun unter gängiges Saatgut und wurde in sieben Bundesländern ausgesät. <strong>Und das, obwohl routinemäßig Proben entnommen und im Labor auf Verunreinigungen untersucht wurden. </strong>Allerdings dauerte es in diesem Fall im Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen statt der üblichen fünf bis zehn Tage glattweg über zwei Monate, bis das Ergebnis vorlag &#8211; und da war der Mais natürlich schon auf den Äckern.<br />
<span id="more-295"></span><br />
Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace fordert nun eine rasche Aufklärung und vor allem eine Entschädigung für die Landwirte, die vermutlich sämtliche Felder unterpflügen müssen, und somit einen Totalausfall zu beklagen haben. Diese Maßnahme ist jedoch nötig, damit es zu keiner unerwünschten Verkreuzung kommen kann. Hissting fordert weiter, dass auch im nächsten Jahr kein Mais auf den betroffenen Feldern ausgebracht werden sollte und diese gut beobachtet werden müssen, damit kein Mais auskeimt.</p>
<p>Doch zuerst müssen die Felder ausfindig gemacht werden. <strong>Laut der Süddeutschen Zeitung sind hauptsächlich Landwirte in Bayern und Baden-Württemberg betroffen</strong>, man vermutet, dass das verunreinigte Saatgut auf 800 Hektar angesät wurde.</p>
<p>Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen? Der gentechnisch veränderte Mais des Herstellers Monsanto darf zwar verfüttert werden und auch in Lebensmitteln enthalten sein, aber in Europa nicht angebaut werden. Nach Erkenntnissen des Bund für Umwelt und Naturschutz unternahm der Saatguthersteller Pioneer jedoch in Ungarn Versuche mit dem gentechnisch veränderten Mais. Und Pioneer ist auch der Lieferant der verunreinigten Charge an Saatgut, die nach Niedersachsen gelangte. <strong>Allerdings lehnt das Unternehmen bislang jede Verantwortung ab und bezieht sich dabei auf eigene Untersuchungen, bei denen angeblich keine Verunreinigungen festgestellt worden waren.</strong></p>
<p>Da auch das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen bisher keinen Anlass sieht, den durch die Verzögerungen im Labor entstandenen Schaden anzuerkennen, bleibt also erst einmal der Landwirt auf dem Schaden sitzen und letztlich vermutlich auch der Verbraucher, denn NK603 wird sicher nicht der einzige &#8220;Illegale&#8221; bleiben.<br />
<strong><br />
Sie möchten mehr über das Thema &#8220;Gentechnik&#8221; erfahren?</strong></p>
<ul>
<li>Lesen Sie meinen Report: <a href="http://renegraeber.de/gentechnik-report.pdf">Die grüne Gentechnik-Lüge</a></li>
<li>Und falls Sie es noch nicht gelesen haben: hier ist meine Meinung zu: <a href="http://renegraeber.de/blog/monsanto-ein-gentechnik-konzern-auser-kontrolle/">Monsanto &#8211; ein Gentechnik-Konzern außer Kontrolle?</a></li>
</ul>
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