Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Nahrungsergänzungsmittel – Geplante Gesetzesänderung 2010

Mittwoch, 1. September 2010 10:19

Anscheinend ist erst jetzt eine Katze aus dem Sack, von dem wir gar nicht wußten, dass dieser Sack existiert. Denn: Anscheinend wird klammheimlich eine Gesetzesänderung vorbereitet. Und das mitten in der Sommerpause, damit Fachanwälte und Verbandsmitglieder in diesem Bereich keine Stellungnahmen bzw. Gegenargumente einbringen können? Schließlich sindeinige ja noch im Urlaub.

Um was für ein Gesetz, welchen Bereich geht es denn da?

Es geht um Nahrungsergänzungsmittel. Und dabei hatten wir erst am 1. Januar diesen Jahres eine Gesetzesänderung diesbezüglich. Hier wurden jedoch “nur” die Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in diesen Nahrungsergänzungsmitteln bestimmt. Das ganze wurde als wichtige Maßnahme “verkauft”, um uns Bürger vor (praktisch nie auftretenden), aber angeblich lebensbedrohlichen Überdosierungen zu schützen. Natürlich könnten wir über die Notwendigkeit diskutieren, aber eins steht für mich fest: Es gibt viel gravierendere Probleme für die Volksgesundheit!

Wie es nun aber bei der erneuten Gesetzesänderung aussieht, war das nur die “Ouvertüre” eines Angriffs auf die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln.

So 100%ig genau konnte ich es dieses Wochenende nicht herausfinden. Im folgenden möchte ich Ihnen berichten, WAS ich bisher gefunden habe.

Was ist da los?

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) versucht also anscheinend in einer Art  Nacht- und Nebelaktion eine weitere Gesetzesänderung durchzuboxen, um die „Verkehrsfähigkeit“ von innovativen Nahrungsergänzungsmitteln und ähnlichen Produkte einzuschränken oder möglicherweise zu unterbinden.

Der Gesetzesentwurf selbst stammt aus dem Jahr 2007 (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/054/1605404.pdf), soll aber jetzt wohl auf den Weg gebracht werden.

Die Stellungnahmen der verschiedenen Gremien (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/057/1605723.pdf) greifen den entscheidenden Punkt anscheinend auch nicht auf.

Einige Kollegen mit denen ich bisher darüber sprechen konnte, meinen allerdings: Dann würden alle Nahrungsergänzungsmittel, Energy Drinks und diätetische Lebensmittel verschwinden. Vielleicht sogar die gesamten Reformhäuser und Alternativläden. Was übrig bliebe, wären Lebensmittelläden im großen oder kleinen Stil, die die staatlich erlaubte und überwachte, industriell erzeugte Nahrung verkaufen.

Na und?

Dann essen wir halt die zugelassenen Kohlköpfe. Die Lebensmittelexperten sagen ja sowieso, dass das mit den Nahrungsergänzungsmitteln überflüssig ist und wir sowieso alle notwendigen Vitalstoffe mit der Nahrung aufnehmen.

Worum geht es bei dieser geplanten Gesetzesänderung?

Der Bereich der Nahrungsergänzungsmittel ist nur durch einen kleinen, aber sehr weitreichenden Satz betroffen. Es wird nämlich nur eine kleine Kleinigkeit verändert – warum deswegen die anderen aus dem Urlaub zurückrufen?

Es geht um § 2 Abs. 3 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch. Die „kleine Änderung“ definiert von nun an, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Lebensmittel mehr sind, sondern „zulassungsbedürftige Lebensmittelzusatzstoffe“.

Das hört sich ja erst einmal sehr „sicher“ und vertrauenerweckend an. Eine solche Zulassung allerdings ist zeit- und kapitalintensiv. Die meisten Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln werden sich diesen Luxus nicht leisten können.

Was in den Horrorszenarien einiger Kenner der Materie übrig bliebe, wäre eine milliardenschwere Pharma- und Chemieindustrie, für die diese „Zulassungs-Summen“ kein Problem darstellen.

Und es würde noch mal so interessant, wenn der alternative Nahrungsergänzungsmittelmarkt ausgetrocknet ist und man selber ins entstandene Vakuum vorstoßen könnte.

Bestimmte Rechtskenner meinen, dass diese Gesetzesänderung gegen EU-Recht verstößt (siehe: Stellungnahme Dr. Jürgen Reimann von der IHK München und Oberbayern). Die europäischen Lebensmittel-Rechtsbestimmungen kennen nämlich eine solche Reglementierung für Nahrungsergänzungsmittel angeblich nicht.

Damit wäre diese Aktion anscheinend ein Alleingang in der EU. Und: Obwohl ich kein ausgesprochener “Freund” von Nahrungsergänzungsmitteln bin, besteht durchaus die Möglichkeit, dass wieder einmal Produkte vom Markt verschwinden, auf die viele Verbraucher vertrauen. Und das habe ich (wie gesagt) leider in den letzten 10 Jahren reichlich erlebt. Alleine deswegen reicht es mir langsam.

Was kann man tun?

1. Leider fehlt mir jetzt unter der Woche wieder Zeit um weiter zu recherchieren. Vielleicht hat jemand weitere Informationen? Ich würde mich freuen, wenn Ihr diese in den Kommentaren zu diesem Beitrag einstellen könntet.

2. Eine Petition

Unter dieser Internetadresse

http://173033.formmailer.onetwomax.de/

hat der www.efn-ev.de einen Widerspruch vorbereitet. Der EFN ist die European Federation for Naturopathy. Den Verband kenne ich schon länger, bin bei diesem aber kein Mitglied und habe mich über dessen Arbeit bisher auch noch nicht informiert. Von Kollegen wurde mir dieser aber als “ordentlich” und mit gewissem Einfluss in Brüssel beschrieben. Die Einspruchsfrist lief angeblich am 31.8.2010 ab.

Und falls Sie der Meinung sind, dass dieser Artikel zu viele “könnte, möglicherweise und angeblich” enthält: dann gebe ich Ihnen Recht. Ich bringe das Thema dennoch, denn im Internet gibt es zahlreiche Aufrufe  für die Petition.

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Dancing Auschwitz – Ich lebe…

Mittwoch, 11. August 2010 9:49

“Schaut her – ich lebe!” sagt Adam Kohn, 89 Jahre alt, Vater von zwei Töchtern, sechsfacher Großvater und zweifacher Urgroßvater.

Dancing Auschwitz ist ein Kurzfilm, den sein Tochter Jane Korman produzierte. Der Film wurde 2009 bei einer Ausstellung in Ausstralien gezeigt. Populär wurde der Film erst (wie konnte es anders sein) durch Youtube.

Auf den ersten Blick sieht Dancing Ausschwitz wie eine Provokation aus. Ein Tabubruch. Und im Jahr 2010 scheint es nicht mehr vieler solcher Tabus zu geben… Der Holocaust scheint noch eines der Letzten zu sein.

Wenn man jedoch nachdenkt kann man zu dem Schluß kommen, dass sich die Tochter von Adam Kohn aber mehr Gedanken gemacht hat, als nur zu provozieren.

Jenseits der Dokumentationen die uns 40 Jahre lang das Grauen zeigten, sehen wir hier etwas völlig anderes: “Ich habe überlebt!” – Die Freude eines Überlebenden.

Und wenn Opa Kohn vor einem Krematorium in Auschwitz die Hand zum Victory-Zeichen erhebt könnte man das genau so interpretieren: “Mich habt ihr nicht gekriegt!”

Hier das Video:

Das Video wurde bei Youtube bereits mehrfach gesperrt. Anscheinend hat Sony etwas gegen die Verletzung der “Musikrechte” des Liedes “I will survive”. Zumindest scheint das in Deutschland der Fall zu sein. Appell an Sony: “Bleibt mal locker! Im Dienst der Sache kann man mal Zugeständnisse machen.” Ich verkaufe ja auch nicht jeden Report und Artikel in den ich durchaus viel Zeit investiert habe.”

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Giftpilz in Gentech-Getreide

Dienstag, 3. August 2010 10:28

Es sah doch alles so schön und wunderbar aus: Die Gentechnologie baut einfach das Gen in die Pflanze ein, die wir besonders ertragreich gestalten wollen, und schon hört der Hunger auf der ganzen Welt auf. Wer also bislang geglaubt hat, dass die Gene, die in den Pflanzen fehlen, am Welthunger Schuld tragen, muss sich von den Ergebnissen, die aus der Universität Zürich kommen, eines Besseren belehren lassen.
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Illegal: Genmais auf deutschen Äckern

Sonntag, 18. Juli 2010 14:10

Eigentlich ist der Anbau von NK603 in Europa verboten, denn der Mais mit diesem Namen ist gentechnisch verändert. Dennoch gelangte er nun unter gängiges Saatgut und wurde in sieben Bundesländern ausgesät. Und das, obwohl routinemäßig Proben entnommen und im Labor auf Verunreinigungen untersucht wurden. Allerdings dauerte es in diesem Fall im Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen statt der üblichen fünf bis zehn Tage glattweg über zwei Monate, bis das Ergebnis vorlag – und da war der Mais natürlich schon auf den Äckern.
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Lachsfieber – Wie der WWF das Sterben der Meere unterstützt

Freitag, 25. Juni 2010 16:45

Lachsfieber. Nein, das ist keine Krankheit und auch keine neuartige Form der Schweinigrippe.

Lachsfieber ist eine Reportage des WDR. Eigentlich ist es eher ein Thriller von Wilfried Huismann und Arno Schumann.

Bei Lachsfieber geht es um das Geschäft mit Lachsen. Vermutlich deswegen auch die Analogie zum Goldfieber, bzw. Goldrausch des 19. Jahrhunderts in Amerika.

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Was mich erstaunt…

Freitag, 25. Juni 2010 10:39

Wisst Ihr was mich erstaunt?

Themen wie “Impfen” erzeugen im Handumdrehen zahlreiche Kommentare bei mir auf Facebook.

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Machte man mit der Schweinegrippe viel Lärm um nichts?

Dienstag, 22. Juni 2010 7:40

Die Schweinegrippe verschwand fast so schnell von der Bildfläche wie sie aufgetaucht war. Das von Pharmafirmen, Politikern und Medien beschworene Katastrophenszenario fand glücklicherweise nicht statt. Im Nachhinein wird Kritik an der Weltgesundheitsorganisation laut.

Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag: Schweinegrippeimpfung und Wirkverstärker – Gefährliche Folgen oder unbegründete Panikmache?

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Gen-Mais doch schädlich?

Mittwoch, 16. Juni 2010 7:00

Der Gen Mais ist seit seiner Einführung eine umstrittene Thematik, welche im Fokus der Öffentlichkeit steht. Eingesetzt bzw. entwickelt wurde dieser mit dem Ziel, bisherige Ernteerträge zu optimieren und so die Anbauflächen effektiver zu nutzen und Kosten zu senken. Kritiker sehen in genetisch manipuliertem Mais allerdings ein großes Gefahrenpotential, so dass dieser sich im Endeffekt als schädlich erweisen könnte.
Eine Studie in China widmete sich nun diesem Vorwurf: Die Wissenschaftler konnten dabei beweisen, dass derartige transgene Maispflanzen die Ausbreitung einer Schädlingssorte unterbinden, gleichzeitig aber für die Verbreitung einer anderen Art sorgen. Eben diese Tatsache darf als äußert bedenklich eingestuft werden, da in diesem Zusammenhang Parallelen zum Baumwollanbau gezogen werden können.

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Nanotube Produktionsanlage von Bayer – Paradebeispiel für Umgehung behördlicher Auflagen?

Montag, 7. Juni 2010 16:21

Carbon Nanotubes (CNTs) sind winzige Röhrchen aus Kohlenstoff. Sie kommen in Lacken, Rotorblättern und Sportartikeln zur Anwendung. Die Firma Bayer hat jetzt eine Produktionsanlage in Leverkusen in Betrieb genommen, die diese CNTs herstellt. Sie stellt im Augenblick die weltweit größte Anlage dieser Art dar.

Aber trotz dieser Größe wurde die Anlage bei der behördlichen Genehmigung nur als „Versuchsanlage“ eingestuft. Dies ist für die Firma Bayer besonders günstig, da Versuchsanlagen und –betriebe von den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes befreit sind. Es erfolgte lediglich eine Baugenehmigung seitens des Leverkusener Bauamts, eine Institution, die keinerlei Kompetenz in Sachen Beurteilung neuartiger Stoffe und deren Gefährlichkeit hat.

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Schöne Welt der Studien

Montag, 3. Mai 2010 20:05

Jetzt reichts mal wieder. Wieder eine dieser “Studien” aus dem Bereich der Medizin, die uns:

1. wieder “irgendwas” beweisen, was wir eh schon wußten
2. Im Boulevard-Teil (hier web.de) präsentiert werden
3. nachdem eine ausländische Zeitung darüber berichtet hatte (brit. Telegraph)
4. nirgendwo ein Hinweis auf die Original Studie angebracht ist, damit ich mir mal die Studie ansehen könnte…

Und um das hier geht es mal wieder:

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